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Bahnsteigsperre und Platzkarten
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Mmidlungen des Ich >>" Zeitenstrome

Auffassung in Zuknnft wirksam zu begegnen sein wird, ist eine Formfrage, die hier cmßer Betracht bleiben kann. Die Thatsache bleibt bestehen, daß es sich hier um Züge handelt, deren Annehmlichkeiten die Erhebung eines höhcrn Fahrpreises vollauf rechtfertigen.

Begründeter als die Klagen über die Zuschläge an sich waren die Klagen darüber, daß durch ihre gleichmäßige Höhe die Benutznng der Durchgangszüge auf kürzere Strecken unverhältnismäßig verteuert, ja unmöglich gemacht werde, ohne daß diesem Verkehr ein entsprechender Ersatz geboten worden sei. In­wieweit dem hier vorhcmdnen Bedürfnis durch Herstellung neuer oder durch Verlegung oder Beschleunigung bestehender Zugverbindungen Genüge zu leisten ist, ist eine Frage, die in jedem einzelnen Falle besondrer, sorgfältiger Prüfung bedarf. Inzwischen ist durch die vom 1. September d. I. ab angeordnete Er­mäßigung der bisherigen Zuschläge von zwei und einer Mark auf die Hälfte für Entfernungen bis zu 150 Kilometer die Härte der bisherigen Zuschläge für den Nahverkehr wesentlich gemildert worden.

Nicht zn leugnen ist, daß die Form der Erhebung des Zuschlags als Platzkartengebühr," also als Entgelt für die Zuweisung eines bestimmteil Platzes, eine Leistung, ohne die eine Beförderung überhaupt nicht denkbar ist, sehr viel dazu beigetragen hat, die Abneigung des Publikums dagegen in einem Maße zu verschärfe!,, das in keinem Verhältnis zu der Bedeutung der Sache steht.

Das Bestreben der Eisenbahnverwaltung, den berechtigten Wünschen und Forderungen des Publikums nach Möglichkeit nachzukommen, wird durch die allgemeine Finanzlage zur Zeit in einer Weise beschränkt, die für die Ver­waltung sehr hemmend ist. Aber gegenüber den vielen Vorwürfen, die ihr gemacht worden sind, muß ausdrücklich betont werden, daß die Bahnsteigsperre und die Platzkarten ausschließlich sachlichen Erwägungen entsprungen sind, die mitfiskalischen" Absichten nicht das geringste zu thuu habeu.

Frankfurt a. M. Otto de Terra

Wandlungen des Ich im Zeitenstrome

i^. Vaterhaus und Fannlie (Schluß)

ie Häuschen der Ziedervorstadt hatten Gärtchen; das der Tanten war mir ein lieber Aufenthalt. Zuweilen gab es von da ans etwas interesfantes zu sehen und zu. hören. Parallel mit der Ziedergasse, von ihren Gärten durch eine Wiese getrennt, läuft die Obergasfe. Dort wohnte damals Gesindel. Nicht selten hieß es: auf der Obergasse giebts Händel! Daun liefen die Ziederleute in