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Wandlungen des Ich im Zeitenstrome
heißt unser Gegner — versteht diese Kunst. Nachdem er in unsern Satz das Wörtchen „nur" eingeschmuggelt hat, ruft er entrüstet: „Also nur dort, wo der Boden noch ein Arbeitsmittel bedeutet, soll sein Wert durch Kulturfort- schrittc und Volksvermehrung in die Höhe geschraubt werden!" Wir haben gerade das Gegenteil von dieser Abgeschmacktheit gesagt, und wir bedaueru eine Partei, die einen Mann von so schwachen Sinnen au ihrer Spitze hat. Hätte er aber ein Bewußtsein seiner Kampfmethode — und es fällt uns offen gestanden schwer, an seine bong, llclss zu glauben —, so bliebe uns nichts weiter übrig, als die Leser der Grenzboten um Verzeihung zu bitten, daß wir uns und sie mit Herrn Eulenstein befaßt haben. In dem Kampfe der Ideen, die in der Gegenwart mit einander ringen, bedarf es blanker Waffen und ehrlicher Schlüge; den Fintenschlägern aber weisen wir die Thür.
Wandlungen des Ich im Zeitenstrome
enn ein Unberühmter Lebenserinnerungen drucken läßt, so bedarf er einer Entschuldigung. Am 8. Dezember dieses Jahres werden es 25 Jahre, daß das Vatikanische Konzil eröffnet wurde. Dieses Konzil hat — schon durch feine Ankündigung — eine politische, kirchliche und Gedankenbewegung in Fluß gebracht, die jetzt abgeschlossen hinter uns liegt. Das muß einen, den der Strom ergriffen und an ein andres Gestade geschwemmt hat, zu einem Rückblick einladen. Weil ich mich nun ganz stetig entwickelt habe, so fand es sich, daß ich bei Darlegung der. Ansichten und Stimmungen, in denen mich das Jahr 1870 traf, bis auf meine Kindheit zurückgehen mußte. Geht man aber einmal so weit, dann zieht man unwillkürlich auch das Äußerliche in die Beschreibung herein, das ja vom Innern gar nicht zu trennen ist. Möge man mich also nicht als den Hauptgegeustand, sondern nur als den Maler dieser Bilder betrachten. Wenn darin weder Prinzessinnen, noch große Männer, noch Paläste, sondern nur kleinbürgerliche Leute in bescheidner und teilweise armseliger Umgebung vorkommen, so entspricht das ja einer herrschenden Kunstrichtung, und wenu der Maler am Ende gar kein Maler, sondern bloß ein Farbenkleckser ist, so kann er sich auch da auf die heutigen Kunstausstellungen berufen.
i^. Vaterhaus und Familie
Wer vor dem Jahre 1345 von Breslau her in das Gebirgsstüdtlein Landeshut einzog, der hatte, am Niederthore angelangt, ein Haus mit statt-