Maßgebliches und Unmaßgebliches
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Kind, ob es dir je verzeihen kann. Zwischen uns beiden steht die Sache anders. Mein Glaube an dich ist zu Schanden geworden. Du bist treulos; denn du hast der Natur nicht Wort gehalten. Du hast die heiligste Würde verletzt, die einer Frau verliehen werden kann — das ist die Mutterschaft. Ich kann dir meine Kinder nicht anvertrauen. Das mußt du einsehen. Ich kann auch nicht mit dir leben, denn ich begreife dich nicht. Wir gehen verschiedne Wege. Leb wohl.
Er wandte sich zum Gehen.
Joseph! Sie schluchzte dumpf und qualvoll. Geh so nicht von mir, geh so nicht!
Es zog ihn noch einmal herum. Er sah ihr blasses, thräncnüberströmtes Gesicht, er sah ihr Zittern —
Du thust mir in tiefster Seele leid, sagte er weich. Dein Schicksal ist sehr schwer. Aber ich kann es nicht von dir nehmen, ich kann nicht.
Seine Augen überflammten sie zum letztenmal mit einem großen traurigen Blick. Dann ging er langsam hinaus.
Und sie blieb zurück — allein — in der Dämmerung — in der Wüste.
Maßgebliches und Unmaßgebliches
Utopisches. Arthur Mülberger. der Apostel Proudhons, hat einen Autodidakten entdeckt, der durch eignes Nachdenken in die Bahnen des französischen Kommunisten geraten ist, ohne ihn zu kennen: Ernst Busch, und hat, nachdem der Mnnn kürzlich gestorben ist, noch ein Schriftchen von ihm herausgegeben: Der Irrtum von Karl Marx (Basel. Dr. Müller, 1894). Die Schriften, die Busch bei Lebzeiten veröffentlicht hatte, sind unbeachtet geblieben. Der Mann war Kaufmann, wie Proudhon, und so erklärt es sich, daß er gleich diesem die Ursachen des sozialen Elends in der Gütervermittlung suchte, während sie Marx im Produktionsprozeß gesucht hat. Marx lehrt: die Aussperrung der Arbeiter von den Produktionsmitteln ist Schuld daran, daß sie dem Unternehmer einen großen Teil des von ihnen erzeugten Wertes überlassen müssen; Proudhon und Busch behaupten: nein, der Händlerprofit kürzt den Arbeitern den Lohn, der ihnen gebührt. Das mag ja unter Umständen wahr sein, allein der Hauptsache uach hat Marx Recht. Es ist vollkommen richtig, was Busch sagt, daß sich nur eiu sehr kleiner Teil der Volksarbeit, auf einen laugen Zeitraum berechnet gar nichts davvu, in Kapital verwandeln läßt, daß das ganze Produkt verbraucht wird uud fortwährend von neuem hervorgebracht werden muß, daß also das gegenwärtige Kapital nichts ist ohne die zukünftige Arbeit. Aber es ist Narrheit, daraus den Schluß zu ziehen, daß demnach das Grundeigentum nichts wert und der Arbeiter schon jetzt Herr seines Arbeitsprodukts sei, wenn er nur wolle; eine Genossenschaft von Arbeitern