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Von den Brettern, die die Welt bedeuten :
(Schluß)
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Marie Neander

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sehen, nun dann könnten sie ja auch selbst mit ihnen verhandeln, und der Agent Ware entbehrlich. Im Interesse des eignen Geldbeutels würde der Di­rektor seine Kräfte möglichst in der Nachbarschaft zu gewinnen trachten, und das wäre auch ganz in der Ordnung. Er würde ein wachsames Auge auf die wandernden Truppen haben, die in seine Nähe kommen, und in deren Elend jetzt manches Talent zu Grunde geht, das bei anständiger Behandlung und tüchtiger Schulunghoftheaterfähig" werden könnte. Die Bühnen einer Pro­vinz würden sich so zu einer Stufenleiter ordnen, auf der ein tüchtiger Künstler Aussicht hätte, mit anstündigen Mitteln emporzukommen, wenn er nicht ge­radezu ein Pechvogel wäre.

Obs je besser werden wird mit unserm Theaterelend? Wer kanns wissen! Aber wenn es besser werden soll, müssen wir uns antiken Zuständen wieder nähern. Nicht dadurch, daß wir unsre Jugend über Griechisch und Latein ihre Muttersprache verlernen lassen. Sondern dadurch, daß wir im Geiste der Hellenen die Erziehung als die wichtigste Bethätigung unsers Volkslebens nach innen erkennen lernen. Die Schule, die Presse und die Bühne, das sind die großen Kulturmächte unsrer Zeit. Die Schule soll unsre Jugend heranbilden, die Presse und die Bühne das ganze Volk, und alle drei sollen zugleich als Hüterin vor dem errunguen Bildungsgute unsers Volkes stehen. Da Hütten sie wohl mehr und verstündigere Beachtung verdient, als ihnen bisher zu teil geworden ist. Denn wo man ihnen besondre Aufmerksamkeit geschenkt hat, da lenkte sie sich bald allzu sehr auf reiu äußerliche Dinge. Wie man bei der Schule eine lange Zeit nur über Gehalt und Titel der Lehrer geredet und gestritten hat, so scheint man jetzt bei der Bühne über den äußern Lebensverhältnissen der Mitglieder den Blick für das Ganze zu verlieren. Wollte Gott, daß im deutschen Reiche bald ein Geist einkehrte, der weniger am Stoffe klebte und tiefer in das Wesen der Dinge einzudringen sich wenigstens Mühe gäbe!

Marie Neander

Novelle von Vtto Verb eck 4

rofessor Neander ließ sich mit der gewohnten eleganten Ge­lassenheit in die Sofaecke niedergleiten, die ihm Doktor Weber schweigend angewiesen hatte. Nun saßen sie einander gegenüber.

Lieber Doktor, begann er, Sie wissen, wer mich heute zu Ihnen schickt? Gut. Ich meinerseits kenne die äußere Veranlassung zu dieser Sendung. Wieder gut. Da hätten wir die Einleitung überstanden. Nun