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Maßgebliches und Unmaßgebliches
schreiben und erging sich oft in Befürchtnngen, die ihren Gatten tief verstimmten. ,
Endlich erreichte dieser Zustand damit sein Ende, daß Jaquenetta einem Kinde das Leben gab. Es war ein Knabe.
(Schluß folgt)
Maßgebliches und Unmaßgebliches
Die parlamentarische Schulung. Auch Personen, die nicht den höhern Beruf in sich fühlen, der Gesetzgebung unendliches Kleid am sausenden Parlameuts- webstuhle zu wirken, können sich nicht immer der Teilnahme an debattirenden Versammlungen, Vereinen, Kommissionen, Ausschüssen entziehen. Und da demütigt sie leicht die Erkenntnis ihrer Unbehilflichkeit, der Unkenntnis des Takts und rechten Tons, den man nur iu Landtage», Stadtverordnetenversammlungen u. dergl. lernt. Zum Beispiel. Jemand stellt und begründet einen Antrag, den die Mindergebildeten für sehr zweckmäßig halte»; daher nehmen sie sich in der Stille vor, dafür zu stimmen. Ein Neuling in der parlamentarischen Laufbahn denkt ebenso, weiß aber, daß es seine Pflicht ist, sich zu äußern, uud sagt daher: „Meiue Herren! Wenn ich zu diesem Gegenstände das Wort ergreife, so geschieht es nur, um meine Befriedigung über den Antrag des geehrten Vorredners zum Ausdruck zu bringen. Er hat die Sache so gründlich und mit so glänzender Beredsamkeit dargestellt, daß ich kaum etwas hinzuzufügen wüßte. Ich biu mit seinem Autrage voll nnd ganz einverstanden uud empfehle Ihnen wärmstens die Annahme desselben." Nun kommt ,ein gewiegter Parlamentarier. „Meine Herren! Unser geschätzter Kollege X hat einen Antrag gestellt, den ich mir erlaube hiermit zu wiederholen (wiederholt ihn). Er hat für diesen seinen Antrag folgende Argumeute angeführt (wiederholt sie). Es läßt sich nicht leugnen, daß die Frage auch vou cmdern Seiten betrachtet werden -kann. Ich will für heute nnr erwähnen (folgt die Beleuchtung von ver- schiednen Seiten). Sie werden zugeben, daß diese Ansichten eben so große Berechtigung, ja vielleicht größere Berechtigung haben, als die unsers verehrten Kollegen X, und es ist nicht unmöglich, daß sein Antrag sich praktisch nicht bewähren wird. Aber sollen wir deshalb seinen Antrag ablehnen? Man könnte dies allerdings befürworten, allein ich sage nein! Die Hauptsache ist, daß überhaupt etwas -geschieht,, geändert werden kann ja immer. Vergessen Sie nicht, meine Herren, daß unsre Zeit kostbar ist. Deshalb werde ich für den Antrag stimmen." Herr A: »Ich war ebenfalls entschlossen, für den Antrag meine Stimme abzugeben. Allein die vou dem geehrten Vorredner erwähnten Gegengründe dürfen doch nicht unbeachtet gelassen werden. Es ist wahr, daß die Zeit drängt. Sollen wir uns jedoch nachsagen lassen, wir hätten die Sache überstürzt? Erwägen wir lieber in aller Ruhe!" Drei weitere Redner erklären in läugern Reden, daß sie ebenfalls gegen jede Übereilung seien, übrigens sich vorläufig nicht für, aber auch nicht gegen den Autrag aussprecheu könnten. Drei andre nehmen entschieden die Partei des Antragstellers. Mehrere Anwesende blicken auf die Uhr und entdecken, daß die