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Kamerun und der Tschadsee
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Karls des Großen Garten

hatte ich den Eindruck, als vb auch die nicht recht dvrt vorwärts käme. Nicht viel günstiger scheint mir der Erfolg der katholischen Pallotinermission zu sein, da sie 1893 im ganzen Kamerungebiete bei fünf Priestern, neun Laienbrüdern und sechs Schwestern nur hundertzwölf Kinder erzog. Endlich ist noch die amerikanische (presbyterianische) Mission zu erwähnen, die aber nicht in dem Orte Kamerun selbst, sondern im südlichen Gebiet und im Hinterlande wirkt. Wenn ich sage, daß mir die Missionen nicht viel Erfolg zu haben schienen, so will ich damit nicht etwa behauptet haben, daß die Mission ihre Aufgabe falsch oder ungeschickt anfinge. Das ist durchaus nicht meine Ansicht; ich bin ein großer Verehrer der Heidenmission (obwohl mir der Name nicht gefällt), ich halte nur die Dnallaleute noch nicht für reif für das Christentum, glaube aber, daß die Reife einmal kommen wird/')

(Schluß folgt)

Karls des Großen Garten

s ist noch nicht lange her, daß wir von einer Geschichte der Bo­tanik reden dürfen, und vollends von einer Geschichte uusrer Pflanzenwelt im Zusammenhange mit der Kulturgeschichte. Zwei Männer sind es. gewesen, denen wir verdanken, was die deutsche Wissenschaft aus diesem Gebiete festgestellt hat: Ernst Meyer, der Verfasser einer gründlichen vierbändigen, leider unvollendeten Geschichte der Botanik, und der einsame Gelehrte Viktor Hehn, dessen Achtung jetzt nach seinem Tode in fortwährendem Steigen begriffen ist, bei Sprachgelehrten wie Naturwissenschaften^, in Fragen der Politik wie der Ästhetik: überall, wo sein scharfer Geist eingedrungen ist, hat er Licht geschafft. Während sich Meyers Arbeiten mehr an die Schriftsteller knüpfen, denen wir botanische Mitteilungen aus alter Zeit verdanken, stehen bei Hehn die einzelnen Pflanzen im Mittel­punkte der Untersuchung, sie verfolgt er aus dem Altertum bis auf unsre Zeit herab, sie fängt er bei Homer und Herodot ein, sie legt er wieder sest bei Plinius und Columella, und erst, wenn er ihren heutigen Lebenskreis um­schrieben hat, läßt er sie los.

Kein Zweifel, den bessern Weg von beiden hat Hehn eingeschlagen, und mit Recht geht deshalb R. v. Fischer-Venzvn in seinem eben erschienenen inter­essanten Buche") über die altdeutsche Gartenflora auf 'diesem Wege weiter.

*) Altdeutsche Gartenflora. Untersuchungen über die Nutzpflanzen des deutschen