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Boycott
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Lorbeer

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demokratischen Apostels angehört haben, keine Phonographen, die etwa heute in den Pausen der Tanzmusik jene Reden wiedergäben. Es ist weiter bekannt, daß das Publikum der politische,, Versammlungen von dem in denselben Räumen verkehrenden Konzert- und Tanzpubliknm grundverschieden zu sein Pflegt. Zwischen dem Volke in Waffen und den volkstümlichen politischen Parteien laufen tausend andre, weit gefährlichere Kanäle, die von der Militärbehörde auch bei der größten Wachsamkeit nicht sämtlich verstopft werden können. Man sollte daher, so lange wenigstens das Gros der Küchenfeen und der höhern Kouzerttöchter noch nicht svzialdemokratischangegangen" ist, von Maßregeln absehen, die dem erstrebten Zweck kaum dienen können, der Masse aber leicht als aufreizende Nadelstiche darzustellen sind und sofort mit einem frischen, fröhlichen Gegenboyevtt beantwortet werden. Erst unlängst war von einer Petition der schwerbedrüngren Gastwirte die Rede, denen in den größern Garnisonstädtcn und ihren Um­gebungen thatsächlich nur die Wahl zwischen der Scylla des militärischen Wirts­hausverbots und der Charybdis des sozialdemokratischen Boycotts gelassen ist.

So tief wir also deshalb die Einführung des terroristischen Kampfmittels in die große wirtschaftliche und geistige Bewegung beklagen, so haben wir doch nicht das Herz zu einem überzeugten Verdammungsurteil. Wie leider so oft gegenüber der Sozialdemokratie, möchte man auch diesmal rufen:Wer unter euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein auf sie!"

Lorbeer

Erzählung von August Nie mann 1

ies Zimmer genügt mir, sagte ein Herr, den die Wirtin des Familienpensionats führte. Es ist klein, aber meine Ansprüche sind auch nicht groß.

Und mit der Lage des Hauses werden Sie zufrieden sein. Die Dorvtheenstraße Ich weiß. Die Lage gefällt mir.

Der Herr gab seinen Namen an: Karl Nestel aus Frankfurt an der Oder, verabredete den zu zahlenden Preis, fünf Mark täglich für volle Penston, und fing an, seinen Koffer auszupacken.

Da erregte ein weißer Zettel mit großen lateinischen Buchstaben, der über dem Bett an die Tapete geklebt war, seine Aufmerksamkeit; er legte den Rock, den er in den Schrank hängen wollte, aus der Hand und las:

Ah, sagte sich Herr Nestel, tiefe Weisheit, gute Lehre! Die Engländerin