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Ein Kapitel von deutscher Lyrik
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sich innerhalb des natürliche», freien und eindringlichen Flusses seiner Dichtung einigermaßen gemacht ausnehmen, werden bald verflüchtigt sein, und wenn es Nordhansen gelingt, einen Stoff zu ergreifen, in dem sich sein subjektiver Drang, seine Lebensglut, seine Phantasierichtung mit den Überlieferungen, den im Gegenstande liegenden Wirklichkeiten decken, so wird er vielleicht einmal der deutschen Litteratur ein Werk von bleibendem Werte schenken. Einstweilen wollen wir es nicht zu hoch anschlagen, wenn er es mit der kulturgeschicht­lichen Treue nicht allzu genau nimmt; das quellende poetische Leben und das echte Pathos in denLöwenspuren" können darüber wohl hinweghelfen.

Wunderlich wogt es durcheinander auf dem Gebiet der Lyrik und der lyrisch durchleuchten Epik. Aber schon daß es wogt, daß sich zwischen den phantastischen Fratzen uud den crquälten, im Kneipenqualm gezeitigten Ge­nialitäten wirklich frisches Leben regt und mehr als ein Hauch vvn Natur zu spüren ist, daß neben den Kränzewindern, die, nur um nicht Strohblumen zu flechten, nach jedem stinkenden Unkraut greifen, immer wieder welche giebt, die sehen und wissen, daß Hag und Anger nach wie vor reich genug sind, um die Dichter nicht an Schutt und Sumpf zu bannen, ist ein Ergebnis, mit dem man einstweilen zufrieden sein kaun. Das nächstemal werden vielleicht ein paar von den hier keimenden Hoffnungen glücklich aufgegangen sein.

Maßgebliches und Unmaßgebliches

Professor Natorv. Die Bnrschenschaftlichen Blätter brachten in Nr. 8 einen Aufsatz mit der Überschrift:Burschenschaft uud Sozialdemokratie." Im Eingänge heißt es, die Allgemeine deutsche Burscheuschaft habe sich verpflichtet, dem Vaterlande alle Kräfte zu weihen.Vou allen andern Punkten, in denen die Aufgabe der Burscheuschaft von den Zielen der Sozialdemokratie abweicht, wollen wir iu nachstehenden Sätzen absehen, nur eben die Bestrebungen der Burschenschaft auf Erhaltung des Vaterlandes, ans streng nationale Ausgestaltung des deutschen Reiches sollen in Gegensatz zu den internationalen, den Begriff Baterland ver­werfenden sozialistischen Anschauungen gestellt und beleuchtet werden." Zu diesen: Zweck werden eiue Anzahl von Sätzen ans sozialdeiuokratischeu Programmen, aus Reden uud Schriften sozialdeinokratischer Fuhrer zusammeugestellt und wird zur Teilnahme am geistigen Kampfe gegen die Sozialdemolratie gemahnt; deu Schluß bildet ein Protest gegen sozialdemokratische Kundgebungen von Studenten einiger Universitäten.

Gegen diesen Artikel hat Professor Natorv in Marburg Eiuweuduugeu er­hoben, die das Burschenschaftsorgau iu Nr. 10 aufgcuommcu hat. Natorp gliedert seine Entgegnung in acht Thesen, deren Hauptinhalt wir nachstehend im Auszuge wiedergeben, l'. Die Frage ist nicht: wie stellt sich die Burschenschaft zu Bebel, Liebknecht uud Konsorten, sondern: wie stellt sie sich zu dem uuzufriednen Fünftel