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Ätieratur
Grogwinter, und dazwischen mag sich noch die traurige Übergnngsjahreszeit des amerikanischen Dichters einschieben:
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Litteratur
Deutsches Leben in der Vergangenheit von August Sach. Zwei Bände. Halle a. S., Verlag der Buchhandlung des Waisenhauses
Eine willkommne Gabe: ein inhaltreiches Buch, das in übersichtlicher Gliederung ausgewählte Abschnitte aus der politischen und Kulturgeschichte, aus der Rechts- und Religionsgcschichte des deutschen Volkes im Mittelalter und in der Neuzeit darbietet und als Kompendinm deutscher Staats- uud Privataltertümer eiue glückliche Ergänzung oder Erweiterung der hierher gehörigen Werke von I. Scherr und G. Freytag ist. Das Volk und seine Stände, das Leben der Gelehrten, wie der Bürger, Land und Stadt, Arbeit, Spiel und Genuß, Glauben und Aberglauben, Sprache, Sitte, Wohnung uud Tracht, Fürsten und Unterthanen, Kaiser und Reich, Soldaten und Bauer», Geistes- und Gemütsleben, knrz die gesamte Entwicklung des deutscheu Bolkstums nach ihren Licht- wie nach ihren Schattenseiten wird uns hier in abgerundeten Bildern uud in edler Sprache, teilweise in dem Wortlaut der Zeitstimmen, der Stadt- nnd Dorfchronikcn vorgeführt. Es würde zu weit sichren, einzelnes aus der reich besetzten Tafel hervorheben zu wollen; nur so viel sei bemerkt, daß die religionsgeschichtlichen Abschnitte im zweiten Bande (z. B. Kirchliche Zustände nnd religiöse Anschauungen vor der Reformation; Aus der Zeit des Glaubenshaders; die lutherische Geistlichkeit im sechzehnten Jahrhundert; Aus der Zeit der Gegenreformation u. a.) besonders liebevoll gezeichnet und als besonders gelungen anzusehen sind. So wenig jemand die geschichtliche Bedeutung Friedrichs des Großen wird würdigen können, der nichts von seinem landesväterlichen Walten, von seiner Fürsorge für die Landwirtschaft, von seiner gewissenhaften Aufsicht über die kleiusteu Dinge weiß (vcrgl. den Abschnitt: Eine Besichtigungsreise Friedrichs des Großen), so wenig wird einer das volle Verstäuduis der deutschen Geschichte haben, der nicht in diese „Kleinbilder" eingedrungen ist. Nicht alle Zeiten freilich sind gleich eingehend geschildert; besonders cmsführlich behandelt ist das gesellschaftliche und religiöse Leben des sechzehnten Jahrhunderts, uamentlich der Reformativnszeit, während das neunzehnte gegenüber dem siebzehnten und achtzehnten zn knrz kommt und, merkwürdigerweise! die Zeit der Befreiungskämpfe durch Abwesenheit glänzt.
Das Buch ist vorzüglich geeignet, die Liebe zur Heimat zu wecken, und durch Hinweisung auf die stets wieder zu Tage tretende tüchtige Natur des dentschen Volkes den Glauben an unsern geschichtlichen Berns zu stärken, gedankenlosen Lobrednern der „guten alten Zeit" durch Vorführung der trüben Bilder der Vergangenheit (z. B. des „Saufteufels," oder des dreißigjährigen Kriegs, oder des Hexenwahns, oder des Räuberunwcsens u, a.) zu zeigen, wie vieles die Gegenwart