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Das beabsichtigte Heinedenkmal
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Bilder ans dem Westen

bringt aus dem Herzen des deutschen Vaterlands, von da, wo der Frankengan an das thüringische und an das Böhmcrland grenzt; fast ehrfürchtig wallt sein Strom vorüber an Speier, der Stadt der alten deutschen Kaisergräber, die einst französische Barbarei vernichtet hat, vorüber an den Trümmern der Burgen, die seine Ufer krönen und an Jahrhunderte deutscher Geschichte mit allen ihren wechselnden Geschicken mahnen. Bei Nüdesheim wölbt sich, wie es im Liede heißt, über sein Bett die goldne Brücke, über die, seiner Gruft in Aachen entstiegen, Kaiser Karl schreitet, um des Rheines Rebenhügel zu hegen, aus denen wirdeutsches Heldenfener und deutsche Heldenkraft" schöpfen. Und nun sollen sie ruhig dcchinwallen an dem Denkmal desdeutschen Dichters" Heinrich Heine! Müßten sie uicht empört aufschäumen beim Anblick dieses Antlitzes, das zwar fanatisch begeistert nach Westen, aber nur satanisch grinsend nach Osten blicken könnte, wenn es des Künstlers Hand der Wahrheit gemäß gestalten wollte? Nein, für eine Heinedenkmal an den Ufern des Rheins keinen Pfennig!

Bilder aus dem Westen

von L. Below ^0. Amerikanische Frauen

s hatte ausgestürmt. Der Orkau hatte sich endlich mit voller Wucht über dem Missourithal entladen. Der Sturm hatte auf seinem Flug über die waldlosen Prairieflächen nicht uur Dächer abgerissen, Bäume entwurzelt und Häuser und Hütten weggefegt, er hatte auch Menschen und Tiere mit fortgewirbelt. Ganze Uferstücke mit Gärten, Scheunen und Wirtschaftsgebäuden waren den Fluß hinabgespült worden. Mancher Grundbesitzer war um ein Stück Land am Missouri ärmer geworden, das weit stromabwärts einem andern wieder zu gute kam. So berichtete das Zeitungsblatt, das ich vor mir liegen hatte, während ich unter dem Schutzdach der kleinen Veranda saß und durch das triefende Laub der Bäume iu die zerrissenen Wolkengebilde blickte.

Das kleine Vriefpaket hatte ich hente Morgen der Schwester Magdalena zugeschickt. Was nun? Dieser Gedanke ließ mir keine Ruhe.

Ein Windstoß schüttelte die Tropfen von den Bäumen auf der Straße und mit ihnen flügellahme Insekten, die nun auf dem Fahrdamm eine Beute der Sperlinge wurden, die sich mit durchnäßtem Gefieder aus ihren Schlupf­winkeln hervorwagten.