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Die deutschen Redensarten
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Das beabsichtigte Heinedenkmal

nicht mitten auf die Stirn, sondern ins Auge, und nun entsteht ja was eben zu entstehen pflegt, wenn einerdas Kalb ins Auge schlägt," Lärm, Entrüstung, anstatt daß die Sache, wie eigentlich die Absicht war, durch eiuen Gewaltstreich erledigt worden wäre. Auch hier sieht man wieder deutlich, wie das ganze Bild in dem übertragnen Gebrauche des Ausdrucks dazu dient, die Sache deutlich zu machen: es sagt nichts zu wenig und nichts zu viel.

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Das beabsichtigte Heinedenkmal

u den vielen Gedanken und Plänen, die unsre unruhige Zeit bewegen, ist seit kurzer Zeit ein früher schon aufgetauchter, dann lange unbeachtet gelassener, nun aber wieder erneuter Gedanke getreten: man hält es für ein notwendiges und des deutschen Volkes würdiges Unternehmen, dem Dichter Heinrich Heine in Mainz ein Denkmal zu setzen.

Schon der darüber entbrannte heftige Streit ist ein Beweis dafür, daß ein großer Teil der Deutschen von der Notwendigkeit dieser Ehrenerweisuug keineswegs überzeugt ist, daß also doch Gründe vorhanden sein müssen, durch die sie geradezu verboten zu werden scheint. Aber was einzelne Dichter und Schriftsteller in verschiednen Zeituugeu veröffentlicht haben mit Hinweis auf einzelne, aus Heines Schriften entlehnte Stellen, die seinen Charakter zu kenn­zeichnen und die Frage nach der Berechtigung eines Denkmals zu klären ge­eignet sein sollen, ist zu wenig eiugeheud und verschafft dem, der Heine wenig, vielleicht nur nach einigen seiner berühmten Lieder kennt, kein richtiges Bild; die Frage, ob Heine eines Denkmals würdig uud die Errichtung eines solchen Denkmals eine Pflicht der Pietät für das deutsche Volk sei oder nicht, vermag nur der zu beantworten, der Heine auf Grund eines genauen Stndiums aller seiner Schriften kennt.

Da müssen wir denn sagen: es ist Pflicht jedes Deutscheu, der patriotische Gesinnung hegt uud sie bethätige!? will, gegen eiu Heiuedeukmal, vor allem an den Ufern des Rheins, zu Protestiren, ja es wäre eine Schmach für Deutsch­land, wenn die Mittel dazu gespendet würden und das Werk zustande käme. Der Beweis für diese Behauptung soll hier gebracht werden. Borher sei nur noch betont, daß die ganze Angelegenheit mit dem heftigen Streite zwischen Philo- uud Antisemiten nicht das geringste zu thun hat, und daß es thöricht und verkehrt ist, die Gegner des Denkmalprojekts als Feinde des Judentums