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Die Grundlagen des deutschen Reichs
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Julian der Abtrünnige /^ijf)

zu verkennen, daß diese Kirche eine sittliche und geistige Macht ersten Ranges ist; aber nach polnischen und ultramontanen Wünschen können wir unsre Politik nicht einrichten. Uuter solchen Voraussetzungen werden die politischen und nationalen Grundlagen unsers Reiches nicht zu schmal sein, und dann werden- wir, ohne leichtsinnigen Optimismus, aber zuversichtlich, auch an die Lösung der neuen großen Aufgaben gehen können, die der Verfasser derNeuen Ziele" unserm Volke noch beschicken sieht, und uns, wenn es denn sein müßte, des tapfern Wortes getrosten können:Das walte Gott und unser gutes Schwert!"

Julian der Abtrünnige

Lin Alagelied Joremiä voin historischen Roman

ie liegt die Stadt so wüste, die voll Volks war! Sie ist wie eine Witwe: die eine Fürstin unter den Heiden und eine Königin in den Ländern war, muß nun dieuen. Sie weint des Nachts, daß ihr die Thränen über die Backen laufen; es ist niemand unter allen ihren Freunden, der sie tröste.. Alle ihre Nächsten verachten sie und sind ihre Feinde worden. Alle ihre Verfolger halten sie übel. Alle ihre Thore stehen öde. Ihre Priester seufzen. Ihre Jungfrauen sehen jämmerlich, und sie ist betrübt. Ihre Widersacher schweben empor, ihren Feinden gehets wohl!

Gewiß, es ist in diesem ersten Klngeliede des Propheten Jeremias von dem Jammerstande des elenden und gedemütigten Jerusalem die Rede, aber anwenden läßt sichs auf alle in Verfall begriffne Herrlichkeit, uud es paßt auch auf die deutsche historische Dichtung, die inmitten der naturalistischen Gegen­wartsdarstellung ideale Kunstforderungen aufrecht erhalten und befriedigen möchte. Wer knapp und kurz den Eindruck aussprechen will, den die jüngsten Versuche auf dem Gebiete des historischen Dramas wie des historischen Romans hinterlassen, der kann die Klagelieder Jcremiä mit geringfügigen Auslassungen gleich abschreibell. Nur haudelt es sich in der Kritik um mehr als um die Wiedergabe eines subjektiven Eindrucks, und selbst wer einen Instand beklagt, chat zu beweisen, daß seine Klage berechtigt ist. Ist es dabei unvermeidlich, daß das Werk eines Dichters, dem es all Wirkung in weiten Kreisen nicht sehlt, der groß von seiner Kunst lind nicht gering von seinen künstlerischen Pflichten denkt, zum Beweis für das Hcrabgleiten und die Zersetzung einer bedeutenden und entwickluugsfähigcn Kunstgattung nicht auf seine Vorzüge,