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samte litterarische Thätigkeit zur Verherrlichung des schönen Hochlands hinter München gerade in die Zeit fiel, wo halb Mittel- und halb Norddeutschland in den Sommermonaten nach den bairischen Alpen strömte. Er wurde bekannter und beliebter als Franz von Kobell und andre Dialektdichter einer frühern Zeit. Die Sammlungen „Habts a Schneid" uud „Weils mi freut!" haben eine Auflageuzcchl erreicht, die selbst hochdeutschcu lyrischen Gedichten nur in Ausuahmefällen vergönnt ist. Die Teilnahme aber, die die Dichtungen gefunden haben, hat auch den Skizzen und kleinen Lebensbildern Stielers einen Leserkreis verschafft, und sie wird den aus seinem Nachlaß durch Karl Theodor Heigel gesammelten Vorträgen, die als „Kulturbilder aus Baiern" veröffentlicht worden sind, nicht minder zu gute kommeu. Sechs solcher Vorträgt „Über den Volkscharakter im bairischen Hochland," „Die oberbairische Mundart," „Sitte nud Brauch im bairischen Hochland," „Der Zeitgeist auf dem Lnude," „Alter und neuer Verkehr im bairischen Hochlande" und „Franz Defregger und seine Bilder" sind nicht nur von der begeisterten Liebe Stielers zum bairischen Bergland beseelt, sondern auch aus eiuem reichen Schatz persönlicher Anschauungen, Erinnerungen uud guter Studien über Vergangenheit nud Gegenwart der bairischen Alpenthäler uud ihrer Bewohner geschöpft, erweisen sich inhaltreicher und im Stil sorgfältiger, als derartige Vorträge gewöhnlich zu sein Pflegen, und werden selbst dem noch genng neues berichten, der im bairischen Hochlande zu Hause zu sein meint.
Ein Ausbund von Juristendeutsch sind die in dem ersten Aussatze dieses Heftes mitgeteilten Bruchstücke aus dem Berichte der Kommission für die Börsenenquete. Während der Text unsers hochgeschätzten Mitarbeiters O. Bahr in krystallheller Klarheit dahinfließt, sodaß ihn ein Knabe verstehen kaun, ist es einem jedesmal, sobald ein Stück dieses Berichts kommt, als legte sich einem ein Nebel auf die Augen. Während man von Bahr aus gutem, glattem Wege leicht und schnell vorwärts geführt wird, hat man, so oft der Bericht wieder anfängt, das Gefühl, als geriete man in einen Snmps oder in ein Gestrüpp: man zerrt und watet und kommt nicht vom Fleck. Wir bitten unsre Leser, diesen Aussatz recht aufmerksam zu lesen; der Unterschied zwijchen gutem Deutsch und Juristendeutsch wird hier auch dem stumpfsten Sprachgefühl ausgehen.
Für die Redaktion verantwortlich: Johannes Grunow in Leipzig Verlag von Fr. Will,. Grunow in Leipzig — Druck von Carl Marquart in Leipzig
Schwarzes Bret