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Georg Forster
legen können. Aber sie haben während der Friedensjahre eifrig au der Verwaltung des Landes teilgenommen. Tausende von »veitsichtigen Beamten haben sie jedem Staate der Union zur Verfügung gestellt. Wo es galt, humane Einrichtungen zu fördern, Schulen, Bibliotheken, Kirchen und Hospitäler zu bauen, waren die Deutschamerikaner stets bei der Hand. Deutschamerikanische Staatsmänner,^) Kvngreßabgeordnete, Senatoren, Gesandte und Konsuln haben segensreich für das Land gewirkt. Wo die Korruption zu tief einriß, da waren es stets die Deutschen, die sich zusammenscharten nnd alle ehrlich denkenden um sich sammelten, um dem schändlichen Treiben an der Wahlurne ein Ende zu machen. So waren auch sie es, die vor unumehr anderthalb Jahren, nachdem sie seit 1861 der republikanischen Partei treu gewesen waren, sich ihr entgegenstellten und ihr die Zügel der Regierung aus der Hand nahmen. Grover Cleveland weiß sehr Wohl, wem er die überwältigende Mehrheit zu danken hat, die ihm im Herbst 1M2 zum Siege verhalf. Das ist auch der Grund, weshalb die Knownothiugpartei so scheel auf die großen Leistungen und Erfolge des Deutschtums in Amerika blickt und auf den Einfluß, den trotz ihrer Umtriebe die in ihrem eignen Vaterlande so verächtlich angesehenen Deutschamerikaner auf die politische und wirtschaftliche Entwicklung der Vereinigten Staaten ausüben.
Georg Förster
ebeu den Geistesheroen, die seit der Mitte des vorigen Jahrhunderts mit unerhörter Schnelligkeit unserm durch den dreißigjährigen Krieg so furchtbar zurückgekommnen Vaterlande den ersten Platz in der europäischen Geistesrepublik verschafften, steht eine große Zahl von Persönlichkeiten zweiten Ranges, deren Fehlen den Eindruck einer fast unerschöpflichen Fülle geistigen Lebens, wie ihn jene Zeit dem rückschauenden Betrachter gewährt, bedeutend abschwächen würde. Zu denen unter ihnen, die über Gebühr in Vergessenheit geraten sind, während doch ihr Streben und Irren viel Lehrreiches auch noch für das heutige Geschlecht enthält, gehört auch Georg Forster, der jugendliche Weltumsegler und Schilderer der Reisen Cooks, der Verfasser der „Ansichten vom Niederrhein," der Mann, dem Alexander von Humboldt die erste Anregung zu seiner uui-
Es sei hier ganz besonders an den geistigen Führer des Deutschtums in Amerika, Karl Schurz, erinnert, der von 1877 bis 1381 Minister des Innern war.