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das Geistige sinnlich dargestellt werden." Das Metaphorische endlich liegt auch dem Bedürfnis zu Grunde, das er einmal mit den Worten ausspricht: „Zur Idee, Entwurf uud Plan sucht man die Ausführung, znr Ausführuug den Plan." Hier ist zugleich ein Zeugnis dafür gegeben, daß das metaphorische Prinzip nicht nur innerhalb des Denkkreises wichtig ist, sondern anch für die Umsetzung bon Deuten in Handeln und umgekehrt als letzter Grund aufgefaßt werden kann.
Niederdeutsche Sprichwörter und volkstümliche Redensarten. Gesammelt und herausgegeben von Rudolf Eckart. Braunschwcig, Appelhans und Pfenningstorff, 1893
Wer sich einmal an deutschem Volkswitz und volkstümlicher deutscher Art, die Diuge ciuzusehn, erbauen will, dem wüßten wir wenige so günstige Gelegenheiten zn nennen, wie dieses Bnch — vorausgesetzt, daß er Niederdeutsch versteht. Denn der Heransgeber hat nur spärliche uud uicht überall richtige Worterklaruugen in seine reiche Sammlung eingestreut. Um einen Begriff von der hier aufgespeicherten Fülle zu gebeu: gegen Schluß des Buchstabens A sind unter aussehe» gegen fünfzig Spvttreden angeführt über eiueu, der lächerlich aussieht oder eiuen kläglichen Anblick darbietet, z. B.: er sieht aus wie die teure Zeit, als ob Erbsen ans seinem Gesichte gedroschen wären, wie ein ausländisches Pfliinzchen, wie ein Advokat, der seinen Prozeß verloren hat, wie eine Katze, wenns donnert, wir ein Ochse, der den ersten Schlag (des Schlächters) überstanden hat, wie ein ungehangner Dieb, als wenn ihm die Petersilie verhagelt wäre, wie die Nacht um eius u. s. w. Natürlich fehlt es auch uicht an Derbheiten, so groben, das; vielleicht nicht jedermann den Wunsch des Herausgebers teilen wird, das Buch möchte ein rechter deutscher Hausschatz werden.
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Schwarzes Bret
Die „freisinnige" Presse (sit, vouia vorbo) bleibt „unentwegt" dieselbe nnd immer nur sich selbst gleich, je mehr die ganze Partei zu einer uninteressauteu Versteinerung aus einer vergangnen Knlturperiode unsers Volkes wird. In der Berliner „Volkszeitnng" lesen wir: „Niemals hat die Praxis bestanden, den Rathausturm zu beflaggen, wenn ein außerhalb wohnender Ehrenbürger Berlin besucht. Wir glauben auch nicht, das Rudolf Virchoiv, welcher ebenfalls Ehrenbürger der Reichshauptstadt ist, Kummer darüber empfindet, wenn er, von einer längcrn Reise zurückkehrend, den Turm des roten Hanfes unbeflaggt sieht." Das glauben wir allerdings auch nicht. Aber wir haben bisher zwar gewußt, daß Herr Virchow neben andern Dingen auch die Überreste eines vor mehr als dreitausend Jahren zerstörten halb sagenhaften vorderasiatischen Reiches, nttmlich des trojanischen, vom anthropologischen Standpunkte aus begutachtet hat; daß er aber auch ein Reich gegründet und einer zerspalteneu Nation die politische Einheit errungen hat, wie sein Ehrcnbürgerkollcge Fürst Bismarck, ist uns neu uud könnte uns beinahe in die unangenehme Lage versehen, die angeführte Aus-, lassung des „Organs für jedermann ans dem Volke" für eine echt „freisinnige" Abgeschmacktheit zu halten, wenn wir nicht erst abwarten wollten, ob sich die „Volkszeitung" entschließt, über diese bis jetzt in weitern Kreisen unbekannten politischen Leistungen des zweiten größten Ehrenbürgers der Hauptstadt weitere Mitteiluugen zu macheu.
Für die Redaktion verantwortlich: Johannes Grunow in Leipzig Verlag von Fr. Wilh. Grunow in Leipzig — Druck von Carl Marquart in Leipzig