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Neue Ziele, neue Wege : 4. Die Wege zum großen Ziel
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Neue Ziele, neue Wege

^> Die Wege zum großen Aiel

us der in den ersten drei Nummern gegebnen Kritik unsrer sozialen und politischeu Zustände, unsrer Bureaukratie und unsrer Parteien folgere ich keineswegs die Notwendigkeit einer Ver­fassungsänderung und der Grüudung einer neuen Partei. Alle Verfassungen aller Zeiten sind schlecht gewesen, und eine gute wird es niemals geben; von ueueu Parteien aber ist das Heil des Volks so wenig zu erwarten, wie das der Kirche von der Sektirerei. Rot urs^ureL, dut »reu muß jederzeit die Losung aller Vernünftigen seiu. Es hnudelt sich um gcmz andre Dinge, als um neue Paragraphen nnd Programme, es handelt sich um Sein oder Nichtsein des deutschen Volks. Und zwar in einem drei­fachen Sinne. Eine Nation, die nur noch ans etlichen Millionären und vielen Millionen von Proletariern besteht — nnd diesem Znstande nähern wir uns, wie u. a. auch die jüugste Steuereiuschätzuug in Preußen und Sachsen wieder klar gemacht hat, im Sturmschritt—, eine solche Nation ist kein Volk. Eine Nation, in der kein Mensch mehr selbständig handeln darf, sondern ein jeder mit jedem seiner Schritte an die Vorschriften entweder der ihn bevormundenden Dbrigkeit oder eines Brotherr» gebunden ist, ist kein Volk, und vor allem kein deutsches Volk. Endlich stehen wir in Gefahr, in unser winziges Landeckchen zusammengepreßt und dadurch an der Entfaltung unsrer Volkskraft verhindert, von dem alle Horden Asiens zusammeupeitschcuden Zwingherrn der Russen im buchstäblichste» Sinue des Wortes zermalmt und zertreten zu werden.

Unter diesen Umständen müsse» sich die verständigen Patrioten aller Pur teie» — und es giebt solche in allen Parteien — zu gemeinsamen Entschlüssen zusammenfinden; daß aus dieser Gemeinsamkeit des Handelns in einzelnen Fällen zuletzt eine neue große Mittelstandspartei hervorgehen, und ihr dann ein Ge- Grenzboten 1 1894 35