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Schäffle über die orientalische Frage.
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schaffte über die orientalische Frage

cis der Professor und k. k, Minister a. D. Albert Schaffte in seinem neuesten BucheDeutsche Zeit- und Kernfragen" von sozial­politischen, wirtschaftlichen und verfassungsrechtlichen Fragen sagt, wird wohl noch öfter in den Grenzboten berührt werden, An­sichten über die Probleine der auswärtige« Politik werden seltner von hervorragende» Deutern vorgetragen, und weun sie uns entgegentreten, ist ihr Wesen oft so flüchtig, wir ergreifen sie nur, um sie gleich wieder fallen zu lassen, wie Zcitungsblätter, die man aufnimmt uud »ach Ein­blick hinlegt, um sie uie wieder anzusehen, Schäffles Abschnitt über die orientalische Frage verdient ein besseres Schicksal. Er ist das Erzeugnis ernsten, folgerichtigen Denkens nnd kann manchen anleiten, auch über unsre auswärtige Politik sich eine wohlbegründete, verteidigungsfähige Ansicht zu bilden. Mindestens kaun er lehren, daß Fragen dieser Art uicht bloß uach der lannenhaften Folge uud Lage der Tagesereignisse, sondern uach Grund sätzen beurteilt werden können, die hoch über diesen stehen. Warum sollen uus denn die Engländer auch darin soweit voraus sein, daß sie auf wenige Wohl erkennbare Ziele in der auswärtigen Politik ihre Blicke unverrückbar gerichtet halten? Sollen wir immer nur scheu um uns blicken uud bald hier bald da Gefahr wittern? Wolleu wir uus das zweifelhafte Lob erwerben, wie unsre vielbedräiigten Landsleute im fernen Osten vor allein xi'uäente« et, birouinsneot,! zn sein? Die Lage ist aber doch seit 1870 klarer geworden. Wir wissen auch ohne Dreibund, wo die Feinde wohnen, die wir nm meisten zu fürchten haben. Schwieriger ist es, denen, die nicht erklärte Feinde sind, hinter die Maske zu schauen. England nnd Rußland, da liegen die Rätsel der deutschen Geschichte der nächsten Jahrzehnte. Klarheit bringt in unsre Grenzboten 1 1894 8