Indische Zustände
ist freilich gering. Cenni ist, wie gesagt, tief gläubiger Katholik, vhne ultramontan zu sein. Er glaubt an die Unfehlbarkeit der Kirche, aber er schweigt von der Unfehlbarkeit des Papstes; er verehrt den heiligen Thomas als seinen Lehrer, aber er ist überzeugt, daß der Aquinate, wenn er heute lebte, ebeu weil er ein großer Geist war, ganz anders schreiben würde; er hofft mit Dante ans die vvllkommne Monarchie, das Reich des Friedens, aber es ist ihm gleich- giltig, ob der internationale Schiedsrichter, der einst den Frieden aufrecht erhalten wird, ein Papst oder ein Kaiser oder eine von den Völkern erwählte Körperschaft sein wird; mit flammender Beredsamkeit preist er die Kirche, aber mit flammender Entrüstung geißelt er die von ihr verhängten Neligionsverfol- gnngen nnd die Schlechtigkeit ihrer Diener, die unter andern „Übeln" auch die Reformation verschuldet habe;") die Kirche bleibt ihm für alle Zeiten die wahre Knltnrbringerin, aber eben darum protestirt er leidenschaftlich gegen jeden Versuch, sie unlöslich mit vergänglichen Formen, mit vorübergehenden Erscheinnngeu zu verketten und zum Werkzeuge des Absolutismus uud andrer reaktionären Mächte zu mißbrauche»; die ganz unevnngelische Vertoppelnng von Thron und Altar ist ihm ein Greuel. Ob diese Art Katholizismus, in Italien oder sonstwo, noch eine Zukunft hat? Wer möchte es behaupten, wer möchte es bestreiten?
Indische Zustände
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ie die Begrüuduug, so erklärt sich auch die Erhaltung des anglo- indischen Reiches nngezwungeu aus deu ihm zu Gruude liegenden Verhältnissen. Wohl ist es wahr, daß die englische Herrschaft in Indien eine Fremdherrschaft ist; und nicht minder wahr ist es, daß die Geschichte in tausend Fällen die UnHaltbarkeit von Fremdherrschaften erwiesen hat. Aber die britischen Machthaber in Indien
Die Widmung ist so hübsch, daß wir sie im Nrlcxt abdrucken müssen. Deutsch läßt sich so was nnn einmal nicht so ausdrücken, wie im Lateinischen oder Italienischen. ^.Ua. varg, ulla Lslvsto momm'is, <ti sag. inoz>'Iio Lat^i'iini, (Ävalaanti, äolvs o AiÄnios-i g. tutti, salcls, oolynuo, cli sus, o-i.su,, oporosa vol bons oon, Hiiu,si virilo onoi-M^, posposto gl clovoro OAni »In-o risxvtto, clnll» foüo s äsl ckolors tsmxsrata ». kortvsüi» invinoidilo, x-vsso suII» tsrr» eoms solüotto rüj-^io äi solo, ölig si nasoondo in 801'öno iinmonw ullo sagu-inio dosidsroso dvl pvtlog'riiw.
ES ist das die einzige Stelle, wo er die Reformation erwähnt, die ihm wohl, als Greniboteu IV 15