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Zur Erinnerung an Wilhelm Stier
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Auch ein Einbänder

lediglich cm mir, daß es Dir nicht zugekommen. Habe deßhalb herzlichen Dcmck und sei milde in der Gesinnung gegen einen der allezeit durch den Unstern seines Geschickes eiu schlechter Zahler gewesen. Sehr leid thut es mir, daß ich mit Vogts nicht näher zusammen gekommen bin. Der Teufel hat hier mit tausend­facher Beschäftigung, oft nm die kleinsten Dinge dergestalt sein Spiel, daß man zu dem nicht kommt, was die Seele wünscht. Grüße sie herzlich vou mir.

Auch ein Ginbänder

s war ein süßes klagendes Tönen, welches mit dem helltrüben Licht des Mondes sich (!) verschlang, daß der Ton zu einer müden Farbe wurde und das Licht in ein musikalisches Klingen sich (!) auflöste.

So steht zu lesen in einer Liebesgeschichte des Herrn Julius Hart, der er deu TitelSehnsucht" gegeben hat. Wenn der Verfasser der Sprachdnmmheiten" Lust und Zeit hätte, so könnte er auf wenigen Seiten noch viele Stellen finden, die den angeführten Worten an Überspannung des Ausdrucks und Gesuchtheit der Bilder um nichts nachstehen. Aber er wird sich wohl hüten, in dem leeren Zeug hcrumzukramen.

Der Name Julius Harts steht in der Reihe der Journalisten, die in Berlin den geistigen Bedarf des Volks Herrichten, nicht unten au. Seit Grün­dung der Täglichen Rundschau war er in Sachen der Litteratur und Knust ein thätiger Förderer dieser Zeitung. Besonders in der Bekämpfung des Klassi­zismus hat er Großes geleistet, er stand da unter den Rufern im Streit in vorderster Reihe. Wenn Friedrich Lange, der Herausgeber der Rundschau, und Verfasser des gleich nach seiner Geburt selig eutschlafuenLothar," der Lehrer­schaft in der Schule auf den Dienst paßte und ihr den Stand aus der Jacke klopfte, so kritisirte Julius Hart die Erzeugnisse der Schulmeister, Äe sich iu Gestalt vou Dramen oder andern Dichtungen an die Öffentlichkeit wagten, und wehe ihnen, wenn sie in der von Lessing und andern überlieferten Form uvch etwas Tüchtiges zu leisten vermeinten! Was wie SchillerscheRhetorik" aussah, verursachte ihm Kopfschmerz, ein Monolog nach dem alten Rezept Bauchgrimmen und Übelkeit, und wer gar seinem Dialog die Form des fünf­füßigen Jambus gab, deu hätte er am liebsten als öffentlichen Krankheits­erreger denunzirt.

In dem Neste der Täglichen Rundschau oder wenigstens nicht weit davon ist auch das jüngste litterarische Küken, dieModerne," aus dem Ei gekrochen,