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Sursum corda!
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Klassenbewegung und Nationalitätenpolitik in (Österreich

Zeit Licht und Ermutigung finden. Wir möchten dabei vorzüglich auf die Lotzische Philosophie hinweisen, die es sich zur Hauptaufgabe gemacht hat, das Wahre und das Wertvolle in Einklang zu setzen.^) Lotzes Weltanschauung, sein „philosophischer Glaube," wie er selber es nicht verschmäht, ihn zu nennen, ist ein glänzender Beweis, daß die Forderungen des religiösen Glaubens, die im Christentum ihre Befriedigung finden, sich vertragen, ja sich ergänzen können mit denen des strengen, naturwissenschaftlichen Denkens. Wir können allen suchenden Gemütern Lotzes „Mikrokosmos" nicht warin genug empfehlen.

Ans welchem Wege es aber auch seiu mag, auf welchem scheinbaren philo­sophischen Umwege, jede solche ernste, gewissenhafte, von dem aufrichtigen Ver­langen nach transcendentaler, göttlicher Wahrheit unterstützte Bestrebung wird dazu beitragen, wieder „Religion ins Land" zn bringen. <L. B.

Klassenbewegung und Nationalitätenpolitik

in Osterreich

(Schluß)

ährend der Kampf auf dem rein politischen und nationalen Ge­biete vor sich ging, stellte sich auch in Osterreich jene Erschei­nung ein, die in der ganzen gesitteten Welt die menschliche Ent­wicklung überschattet; unter dem Einfluß der Maschine entstand ein Proletariat, das zuerst gedrückt und rücksichtslos ansgebeutet wnrde, sich aber bald zu starkem Selbstbewußtsein erhob und nnn auf die Ge­staltung der Gesellschaft wachsenden Einfluß gewinnt. Anch die Proletarisirung der Massen, diese Zerreibung des Kleinbürgertums, die Klassenbewegung, die zuerst die Opfer des Kampfes in die Tiefe drückte, um sie dann — bei freiern In­stitutionen — in festen Genossenschaften zu neuem politischen Leben zu erheben, mußte auf die nationalen Kämpfe in Österreich gewaltig einwirken. Man hat nun zwar immer die Zusammenhänge dieser Dinge geahnt, aber es gab keine ernste Untersuchung des großen Stoffes. Dumreicher beschäftigt sich mehr hin-

*) Lohe. Mikrokosmus, Band 1, Einleitung. — Man glaube darum nicht, das; wir die Lohische Philosophie in allen Punkten als unanfechtbar, gleichsam als ein Evaugclium dar­stellen wollten. Unsrer Ausicht nach sind einzelne Eigentümlichkeiten, wie z. B. seine Lehre voil der geistigen Realität aller Dinge (vcrgl. Mikrokosmos, Band Z, S- 622 ff.), die eine merkwürdige Berührung mit der Leibnizischeu Monadologie zeigt, nicht bedeutend genug, den Wert des Ganzen zu beeinträchtigen.