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Die Lehren der jüngsten Vergangenheit
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Die athenische Vc>lksmoral im Drcima

bewnßtsein weit weniger entwickelt und wo es nicht stark genug ist, Erschei­nungen, wie die jüngst im Reichstage erlebten, zu verhüte», wird bei einem Znstande dieser Art nicht auf die Länge der Zeit bestehen können.

Nnn wird freilich niemand daran denken, aus dem blauen Himmel heraus eine Änderung des Wahlrechts zu versuchen. Die Massen nnd noch mehr ihre demagogischen Führer siud sich vollkommen bewnßt, welche Macht mit diesem Wahlrecht in ihre Hände gelegt ist. Eine Abänderung würde einen Kampf auf Leben und Tod entzünden. Aber kraft einer aus der innersten Natnr der Verhältnisse sich ergebenden Notwendigkeit wird es doch früher oder später zu einem solchen Kampfe kommen. Gebe Gott, daß dann die ftaatserhaltenden Kräfte noch stark genug siud, ihn zu bestehen.

Die athenische Volksmoral im Drama

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ach dem bis jetzt angeführten dürfte es schwer halten, ans den Stücken der großen Tragiker und, abgesehen von einem einzigen später zn besprechenden Umstände, selbst aus denen des Aristv- phancs, einen Mvralgrnndsatz herauszufinden, der einem edeln Charakter unsrer Zeit nicht anstünde. Aber haften nicht dem griechischen Nolkscharakter weltbekannte häßliche Schandslecke an?

Der strenge Christ wird einen solchen schon in dem Mangel der Feindes­liebe bei den Helden der Alten finden.Ein Achill oder Odhsseus schreibt Wundt in seiner Ethik, in denen die Zeit, die zuerst den homerischen Ge­dichten lauschte, Borbilder männlicher Tugend sah, wie anders erscheinen sie dem stoischen Philosophen oder gar dem brahmnnischen Weisen und frommen Christen, denen Zorn und Rache, List und Betrug, selbst wenn diese in dem Dieuste rühmlicher Zwecke zu stehen scheinen, als verabscheuuugswerte Ver­brechen gelten!" Den schlauen Odysseus haben wir schon abgethan. Was aber die Rache anlangt, ist etwa der moderne Zweikampf etwas andres als Rache? Und der Beleidigte, der ihn ablehnt, darf in dein Staate, der sich heute vor alleu der sittliche und christliche zu sein rühmt, dem Stande nicht angehören, den dieser Staat als seinen vollkommensten und würdigsten Repräsentanten ehrt. Auch der österreichische Kriegsminister hat kürzlich den Reserveoffizieren verboten, sich an katholischen Stndentenverln'ndungen zu beteiligen, weil diese