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Da zog der Kollege ein kleines Bcutelcheu mit etwas Geld aus der Brust- tasche, und indem er unser Schweigen unterbrach, fragte er mich: Könnte ich das nicht der Freiheitsstatue da drüben an ihren ausgestreckten Arm hängen?
Das würde schwer sein, erwiderte ich. Der Arm ist so groß und so hoch, daß das Publikum auf Wendeltreppen darin auf und ab geht. So klein das Sümmchen auch ist, ich würde raten, unter amtlicher Niederlegung einer Stiftungsurkuude für die Republik Mexiko einen Fonds daraus zu bilden für die durch die Nickelrevolution Geschädigten.
Ob man das jetzt Wohl erlaubte? fragte er.
Gewiß, Gonzales ist längst nicht mehr am Ruder, und sein Gegner Por- firio Dinz würde sich freuen, damit einen der schlechten Streiche der vorangegangenen Regierung festzunageln.
Gut, so sei das der Kern zu einem Jnvalidenfonds in Mexico. Was man sich doch alles für drei Mark dreißig Pfennige leisten kann! Der „Nickelfonds" soll er heißen.
Sie waren ja nicht auf die Vezahluug angewiesen, erwiderte ich, aber die vielen des Geldes oft recht bedürftigen Kandidaten der Medizin, die mit Dran- setzuug ihres Lebens jener Aufforderung gefolgt waren, wie werden die sich zurückgestoßen gefühlt haben dnrch diese Behandlung des ärztlichen Standes?
Einige davon beschlossen, sofort umzusatteln und ein andres Fach zn ergreifen, sagte er, andre und nicht wenige schüttelten den Staub von ihren Pantoffeln, wie man jetzt in Deutschland sagt, und suchten die ueue Welt auf.
Das ist auch ein Gewinn, erwiderte ich, sie haben die alte Welt verloren und finden dafür eine neue — alles durch die drei Mark dreißig!
Maßgebliches und Unmaßgebliches
Die Mecklenburger in Friedrichsruh. Zwischen der Hauptwahl und der Stichwahl — denn so kann man unter den heutigen Verhältnissen bei der übergroßen Zahl von Stichwahlen schon sagen — waren Wohl über dreitausend Mecklenburger in Friedrichsruh zusammengekommen, um dem Fürsten Bismarck eine Huldigung darzubringen. Am 15. Juni war, wie es in den Zeitungen immer heißt, die „Wahlschlacht" gewesen, au der sich auch die Mecklenburger als konservative, freisinnige, fvzialdemokratische und andre Hilfstruppen beteiligt hatten, und am folgenden Sonntag, am 18. Juni, hatten sich aus allen Teilen des Landes, aus Dorf und Stadt, Anhänger verschiedner Parteien und Angehörige aller Stände einmütig vor dem einfachen Herrenhanse im Snchsenwalde zusammengefunden, um allen kleinen Partei- und Jnteressenhader dort zu vergessen.