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Allerlei vom Reisen
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Neue Novellen

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Sache gewaltig verschlimmert. Es fehlt uns eben an jeglicher Methode zu reisen. Wir ersticken sast in pädagogischen Erörterungen; alle einzelnen Lehr­gegenständchen, alle nützlichen und praktischen Thätigkeiten haben ihre mit einander streitenden und wetteifernden Theorien und Lehrgänge; nur eine so wichtigeDisziplin" wie das Reisen wird ohne die Frage gelassen: Wie soll man reisen? oder gar bloß auf die Menge, auf die Kilometerzahl gerichtet. Wer nach Chicago zur Weltausstellung fährt, kommt natürlich als ein ganz andrer Kerl zurück, als der, der sich etwanur" eine Reise nach Nürnberg oder München leistet. So meint er selber, undman" im Durchschnitt auch. Und dabei kommt der eine vielleicht um nichts als die verworrene Erinnerung an allerhand Trubel bereichert und um etliche hundert Dollars leichter zurück, während der andre Geist und Herz mit wertvollen und für das ganze Leben nachwirkenden Genüssen erfüllt hat.

(Schluß folgt)

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ut ist es doch, daß wir als Quintaner die Geschichte des Da­mastes von Eleusis, des gefürchteten Prokrustes, gehört haben, der seine kurzen Gäste auf seinem Bett zu Tode streckte, seinen laugen Gästen aber Arme und Beine abhackte, bis sie für das verwünschte Lager gerade Paßten. Der grimmige Ausstrecker ist zwar schon von Theseus erschlagen worden und brauchte uns gegenwärtig keine Sorge mehr zu machen. Aber seine ruchlose Thätigkeit wird fleißig weiter geübt, und es ist fast unglaublich, wo man überall den Spuren des Ungeheuers begegnen muß. Gestreckt und gekürzt, gestreckt, bis alle Glieder aus den Fugen gehen, gekürzt, bis der letzte Blutstropfen aus dem Leibe ist, werden vor allen Dingen litterarische Arbeiten. Namentlich die Erzähler können berichten, daß fast jede Redaktion ein andres Prokrustesbett ist. Die eine braucht Fortsetzungen, die genau ein Vierteljahr lang dauern, die andre kann nichtsannehmen," was sich nicht in dem Rahmen von zwölf bis sechzehn Spalten hält; dieSchriftleitung" großer Zeitungen findet es cmgemeffen, nur Erzählungen zu drucken, denen man wenigstens ihrem Umfange nach den Titel Roman verleihen kann (die meisten modernenEinbänder" sind nichts als gestreckte" Novellen), dieSchriftleitung" wöchentlich einmal erscheinender Blätter empfiehlt den Autoreudie graziöse, von den amerikanischen Novel­listen zur klassischen Form durchgebildete «dort slior/" (die in Wahrheit