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Sie Bornstäoler wurstakten
Thätigkeit, das Übersetzen, und Walter Scotts Geschichte Napoleons wurde ansersehen, die Mittel für die Promotion zu beschaffen. Als jedoch Leo schon tief in der Arbeit war, machte er die erschreckende Entdeckung, das; er Scotts Weitschweifigkeit zu hoch angeschlagen habe: wie er auch zählen und rechnen mochte, die nötige Summe kam uicht heraus. Zum Glück gab es schon Geschichten Napoleons in Menge, und so mußte der Dichter des Waverley zur Strafe dafür, daß er seinen schriftstellerischen Ruf durch eine Kompilation anfs Spiel gesetzt hatte, lange Auszüge aus andern Büchern unfreiwillig auf seinen Namen nehmen. Erfahren hat er davon glücklicherweise nichts mehr. Nnr der Verleger senfzte, daß er den Umfang des Werkes so unrichtig geschätzt habe.
Ob der kirchliche Übertritt eben so große Umstände gemacht hat, ist mir nicht mehr erinnerlich; dagegen wohl, daß ein solches Ereignis damals nicht eben häufig vorkam — die Zeit Friedrich Wilhelms des Dritten, der das Proselytenmachen nicht liebte und widerhaarige Kirchenfürsten sogar „veranlaßte," wie es damals in der offiziellen Sprache hieß, ihren Wohnsitz in einer Festung aufzuschlagen, war noch nicht lange vorüber, auch/Jda Hahn-Hnhn noch nicht alt genug, nm unter Führung des Bischofs Ketteler den Weg aus dem rafsinirt-affektirten „Babylon" nach ihrem „Jerusalem" anzutreten, iu dem sie auch Romane schrieb, aber keine Leser mehr fand, — und daß dieser Fall deshalb zu einer besondern Feierlichkeit benutzt wurde. Diese wurde in eiuer schwäbischen Stadt veranstaltet, und von nnh> und fern strömten die Leute herbei, um Zeuge zu sein, wie der Neophyt reumütig um Einlaß in die verschlossene Kirche bat u. s. w. Um sich dankbar zu zeigen, schrieb der nene Christ die Geschichte seiner Bekehrung, und das Bnch fand so großen Anklang, daß ihn mehrere findige Verleger ersuchten, er möge einen so schönen Stoff doch gleich noch einmal verarbeiten. Das that er freilich nicht, aber dieser Erfolg zeigte ihm ein Feld für fruchtbare Thätigkeit, das er dann fleißig bebaut und auf dem er es glücklich zum Ritter vom goldnen Sporn gebracht hat.
Die Vornstädter Wurstakten
von Julius Dörr rt der Haudlung: der Sitzungssaal des Amtsgerichts zu Born- städt. Die Schöffen, zwei wackere Landleute, schauen ernsthaft drein; der Amtsrichter rückt die Halskrause seiner „Robe" zu- rccht und ruft: Untersuchung Wider Karl Pieper!
Ein fünfzehnjähriges Bürschchen wird vom Gerichtsdiener hereingeführt und auf die Anklagebank geschoben, deren Gitter der Beamte sorgfältig verschließt, obwohl Karl Pieper gar nicht so aussieht, als wären