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zukommen. Wir gehen in diesen Tagen nach Bitry le Frcmyois, 1^/-. Meilen von hier, das nnsre Garnison werden soll.
Das; wir einigermaßen anßer uns sind, die Anserwählten siir Frankreich zu sein, kannst du dir denken; nachdem das Regiment vier Jahre in Holstein gestanden hatte, konnte man uns wohl endlich zur Ruhe kommen lassen.
Nächstens hoffen wir, daß großes Avancement herauskommt, was nameutlich nnser Regiment gnt vertragen tonnte. Ich war gestern bei den dritten Husaren zum Besuch, wo ein Rittmeister, der fünf Jahr jünger ist als ich, so steht, wie ich hier. Dabei haben wir das Glück, überall gelobt zu werden, aber niemand thut etwas sür uns. Kürzlich ist Oberst von Barnelow, mein alter Eskadronchef von den Kürassieren, nnser Brigadier geworden; die Division hat Bnddenbrock, mit dem ich auf Alseu zusammen war. Seit acht Tagen haben wir immer Regen; im Mai sind fast alle Weinstöcke bei Epernay erfroren.
jDreußisch-Berlin und die deutsche Provinz
igcntlich ist diese Überschrift nicht richtig. Denn die Deutschen haben keinen Einheitsstaat und darum auch keine Provinzen. Die deutschen Stämme haben sich einen Buudesstaat errichtet, in dem berechtigte Eigentümlichkeiten der verschiednen Landschafts- bewvhner anerkannt und geachtet werden. Der oberste Deutsche, der Kaiser, wvhut in der Hauptstadt eines deutschen Einzelstaats, der das kaiserliche Stammland ist; aber das Reich erkennt, was deu Sitz seiner oberste» Behörde» betrifft, Berlin nicht durchweg als Hauptstadt au. Der höchste Gerichtshof sowie der Rechnungshof des Reiches befindet sich nicht in der sogenannten Reichshcinptstadt. Berlin bedeutet also iu amtlicher Beziehung nicht Deutschlaud, noch weniger in ethischer, wenn man dieses neuerdings so viel mißbrauchte Wort anweudeu will.
Gleichwohl ist es gestattet, im Gegensatz zu dem Berlin, das. so gern Deutschland sein möchte, das nichtberlinische Deutschland als die Provinz zu bezeichnen. Wir wühle» diese Bezeichnung, um dem Standpunkte des Berlin- gläubigen die Ketzerei eutgegeuzusetzeu, daß Berlin für Deutschland nicht das sei. was Paris für Frankreich ist. Wohlgemerkt: eine Ketzerei in de» Auge» des Berliufanatikers, sonst aber eine schou vielfach anerkannte Wahrheit. Aber ^ ist »ötig, daß das Recht der sogenannten Provinz auch dem Berlinortho- dvre» ein wenig klar gemacht werde. Helfen wird es freilich nicht viel, aber schaden kau» es auch nichts.
Wir Deutschen »lögen im Staatsgedanken uuitarisch vorwärtsstreben, in