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Juden und Judengenossen
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Bibelrevisiou und Bibelübersetzung

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Minderheit das Recht zu der nicht ganz selten unter dem Aushängeschilde der Duldung erhabnen dreisten Forderung eiuräumeu wollen, daß das Volk, unter dem sie lebt, sich nach ihren Anschauungen und Bedürfnissen richte. Gleichzeitig einem einzelnen europäischen Volke anzugehören und doch wieder einem besondern Volke, das sich von allen andern unterscheidet, das ist ein innerer Widerspruch. Es giebt nur zwei Möglichkeiten: entweder die Juden gehen vollständig nnd vvrbehaltslos in unserm Volke auf, oder sie wollen ein besondres Volk bleiben. Ist dies letzte der Fall, dann mögen sie irgendwo einen eignen Staat bilden und alle die Arbeiten und Kampfe, die ein solcher einer Nation auferlegt, über­nehmen, denn für ein Schmarotzervolk giebt es im heutigen Europa keinen Raum. Freilich wird ihnen das Aufgehn erschwert durch den nationalen Cha­rakter ihrer Religion, die gerade damit beweist, daß sie einer überwnndnen Entwicklungsstufe angehört, sie bildet nämlich eine Vorstufe zum Christen­tum, durch das sie äußerlich und innerlich längst überwunden ist. Zur Staatenbildung aber haben die Juden zu keiner Zeit besondre Begabung be­wiesen. Wie dem auch sei: die Judenfrage ist da, hervorgerufen durch die Judeu selbst, sie wird immer brennender, sie muß also gelöst werden, entweder durch die Juden selbst oder durch uns. In welcher Weise, das wird sich finden, sobald nur die Notwendigkeit allgemein anerkannt wordeil ist; aber es ist unvermeidlich, die Juden immer und immer wieder vor diese Wahl zu stellen.

Bibelrevision und Bibelübersetzung

(Schluß)

ine gewisse Halbheit zeigt sich auch bei der sprachlichen Revision. In den Grundsätzen der Revision heißt es:

^ 2. Bei der Herstellung eines praktisch brauchbaren Bibel­textes stehen das religiöse Bedürfnis nnd die Forderungen der Schule in erster Linie. Z 3. Das religiöse Bedürfnis fordert, daß das Verständnis der Bibel nicht ohne Not erschwert werde. Die Schule muß wünschen, daß dos Hcmvtlesebnch des Volkes sich möglichst der Sprache anschließe, welche die Schule für den schriftlichen Gebrauch zn lehren und ein­zuprägen hat. Z 4. Ans der andern Seite darf durch diese Forderungen das Wesen des ursprünglichen Textes nicht zerstört werden. Denn die Kraft und Schönheit der Sprache giebt Luthers Bibel auch für Kirche und Schule ihren un­schätzbaren Wert. 8 5. Aus dem Gesagten ergiebt sich die Linie, welche die Her­stellung eines praktisch brauchbaren Bibeltcxtes eiuzuhalteu hat. Sie wird sich mit