Maßgebliches und Unmaßgebliches
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unser gewesen. Jedenfalls ist das englische Protektorat über Sansibar viel bedenklicher als die Abtretung der nordischen Gebiete (Witu u. s. f.)"
Doch allmählich kam die Abschiedsstimmung über uns, wir mußten scheiden. Gegen halb sechs Uhr meldete der Diener, die Wagen, die uns nach der Station Hammermühle zurückbringen sollten, stünden bereit. Als uus der Fürst zum Abschiede die Hand reichte, sagte er gütig: „Ich danke den Herren herzlich, daß sie den weiten Weg zu mir gemacht haben, und bedaure nur, daß wir nicht Nachbarn sind." Dann begleitete er uns bis an den Wagen, und seine hohe Gestalt staud noch barhäuptig auf der Veranda, als die Pferde anzogen. Ein letzter Gruß, ein Hurra aus den frischen Kehlen der drei Rantzauschen Knaben, der Wagen bog um die Ecke, und in nächtlicher Finsternis verschwand hinter uns Schloß Varzin. So traten wir die Heimreise an, Kopf und Herz voll unvergeßlicher Erinnerungen.
Meine anspruchslose Darstellung hat nicht sowohl Politik geben wollen, soweit sich die überhaupt hier ausschließen läßt, als vielmehr ein Bild des persönlichen Daseins, das sich freilich nicht geben läßt, ohne daß man selbst recht persönlich wird. Aber das deutsche Volk hat uun einmal seinen Bismarck fest ins Herz geschlossen und wird sich ihn nicht nehmen lassen, es hat daher vielleicht auch jetzt noch eine Art von Anspruch darauf, zu wissen, wie der Fürst auf seinem eignen Grund und Voden unter den Seinigen lebt. Denn wer in ihm nur den „eisernen Kanzler" sieht, kennt ihn nnr halb, und vier da meint, er sitze finster grollend und mit aller Welt beständig hadernd in seiner selbstgewählten Einsamkeit, der beurteilt ihn ganz falsch. Gewiß, er würde ruhiger leben, wenn er vergessen könnte, was er gewesen ist und was er noch ist, und — wenn die Welt es vergessen könnte. Das aber ist unmöglich. Und so hebt sich das friedliche Bild seines Landlebens allerdings von einem sehr ernsten, ja tiestragischen Hintergrunde ab. Doch wenn man ihn als Staatsmann bewundern muß, als Menschen mnß man ihn lieben.
Maßgebliches und Unmaßgebliches
Kolumbus ein Katholik? Zu den neuern Worten Pnpst Leos des Dreizehnten, die zwar auf den kürzlich hie und da gehnltnen Katholikenversnmmlnna.cn ein kräftiges Echo des Beifalls weckten, aber gar sehr genauerer geschichtlicher Beleuchtung bedürfen, gehört auch das bekannte, das den Wiederentdecker Amerikas für den Katholizismus iu Auspruch nimmt. Richtig ist ja, daß Kolnmbns gut katholisch war und sich an katholische Fürsten um Unterstützung seines Planes gewandt hat, wiewohl ihn gerade die am besten katholisch gesinnte Jsabella am längsten