Maßgebliches und Unmaßgebliches
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Mm Professor Knorre, als er ihr die Rektorcitsrede eines Schweizer Professors über die Bestimmung der Frau mitgebracht hatte.
Doch nicht so schwer, erwiderte Knorre. Haben wirs nicht fertig gebracht? Es gäbe keine Frauenfrage mehr, wenn jeder alte Junggeselle zur praktischen Lösung soviel beitrüge, wie ich, wenn wir die Madchen nicht zu geheimnisvollen Nasen für den Salon und für die Badereise erzogen, sondern zu einfachen, praktischen Berufsarten, wenn wir sie nicht zu geschwätzigen Elstern heranbildeten, die drei Sprachen treiben nnd sich dabei in ihrer Muttersprache nicht verständig ausdrücken können, wenn wir ihnen wieder gesundes Blut, frische Sinne und krüstige Nerven verschafften, wenn wir sie nicht täglich fünf oder sechs Stunden lang in einen dumpfen Schulraum einpferchten und ihnen später die innern Organe dnrch eine ganz verkehrte Lebensweise und dnrch unsinnige Gewohnheiten verdürben, sondern sie in einfachen Verhältnissen, im Sonnenlicht und in reiner Luft aufwachsen ließen, mit einem Wort, weun die deutschen Mütter vernünftiger würden.
Und die deutschen Väter auch, sagte Luise, denn solche Männer wie Professor Knorre sind in Deutschland selten. —
Bis hierher ist »reine Geschichte wahr, ganz wahr. Nuu würde ich gewiß den Leserinnen nnd manchen: alten Junggesellen eine große Freude machen, wenn ich zum Schluß noch erzählte, daß Profesfor Knorre Fräulein Lnise Schmidt geheiratet habe. Das wäre aber nicht wahr, denn vor einigen Tagen s"gte mir mein Freund, der Landgerichtsrat Bergmann, es sei von ihm eine Advptionsurkunde unterzeichnet worden, worin Professor Knorre die Luise Schmidt an Kindesstatt angenommen habe.
Maßgebliches und Unmaßgebliches
Der Distauzritt. Nichts ist mehr geeignet, wegen des Bestandes der gegeu- wiirtigcn Gesellschaftsordnung Zweifel zu erregen, als die grundverschcedne» Äuf- snssungeu der verschieime» BevölterungSklnssen über Erscheinungen auf pottt.fchem "nd sittlichen. Gebiete. Die Berschiedeuheit ist se> groß, die Gegensatze sind ,o uuversllhnlich, daß mau eine Ausgleichuug, ja auch uur eiue Annäherung sur au^ »eschlosseu halteu mnß. ^, ^
In Wien wie in Berlin wurde» iu diese» Tage» die .tzerre». die den Distanz- ^i" mitgemacht hatte», gefeiert, als weu» sie das Vaterlaud gerettet hatte». ^iele Tcmstnde bezeugte» für das Unternehmen das größte Interesse, d.e Ze.tmigen wäre» ""t eingehenden' Berichte» augefüllt, die Svaunuug eines großen Teilv dev ^uMctum- Srmzte au Fieberparoxysmus. der Bewnndrung war teiu Ende. Und daneben sprach ein großer Teil der urteilsfähigen Menge von den. Unternehmen m.t der