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die vom Knltnrfvrtschritt unberührt bleiben, nnd wird gerade von diesem am crnstlichsteii bedroht. Die Reichen unsrer Zeit Mollen vom Leiden nichts wissen und möchten am liebsten den Tod abschaffen; sie haben den Himmel ans Erden, nnd die vom Kulturfortschritt ergriffnen Armen fordern ihn.
Das wäre der Hauptsache nach, was wir Eduard von Hartmann, dessen ideales Streben wir hochachten, als Antwort auf sein neuestes Buch zu sagen haben. Wir mußten uns auf den Kernpunkt beschränken und die übrigeu hochiutcrcssauteu Streitfragen, zu denen das Buch anregt, beiseite lassen, wenn unser Aufsatz nicht selbst zu einem Buche anschwellen sollte. Nnr eines mochten wir noch erwähnen, um die Egidhaner ein wenig zu ärgern. Diese Herren finden das Dogma vom gekreuzigten Gott ganz besonders unvernünftig nnd halten es für ganz nnmöglich, daß ihm iu der Religion des aufgeklärten modernem Menschen noch ein Eckchen eingeränmt werde. Ednard von Hart- mcum dagegen, der doch sozusagen auch eiu moderner Mensch ist, und den niemand zu deu Dummen rechnet, schreibt: „Ich gehe nicht so weit, zu behaupten, daß ein unseliger oder leidender Gott Postnlat des religiösen Bewußtseins sei; aber ich behaupte, daß eiu leidender Gott ein sehr viel geeigneteres Objekt zur Anknüpfnng eines religiösen Verhältnisses sei, als ein leidloser oder gar seliger Gott."
Eine Haushaltungskunde
ie ehemalige Leiterin einer Lehranstalt für Mädchen in Wien, Gisela Themer, „verehelichte Edle von Camesina deSanNittvre," hat ans Grnnd ihrer praktischen Erfahrungen ein Handbuch der Haushaltungskunde abgefaßt, das bereits in zweiter, „genan revidirter und bedeutend erweiterter" Auflage vorliegt. (Wien, Truls Gregersen, 1892.) Sie hat das unzweifehcift iu der besten Absicht gethan; die Arbeit „kostete sie die Anfopferuug nächtlicher Studien," und es soll nicht geleugnet werdeu, daß das Buch manches Nützliche, etwa im Geschmack der einstigen „Kindcrfreunde" enthält. Deshalb würde man gern über ma>iche äußerlichen Mängel hiinvegsehi,, z.V. über die in einer Besprechung wegen ihrer „eleganten Leichtigkeit" gerühmte Schreibweise, über die „nimmer rastlose Frauenwelt," über die Anweisung, abeuds „zeitlich," also nicht ewig zu Bette zu gehn und dergleichen mehr, würde man auch viel Überflüssiges und die zahllosen Gemeinplätze mit in den Kauf nehmen. Leider hat dns Buch aber so viele und so große iuuere Mängel, daß förmlich davor gewarnt