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Der Junker Bismarck
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Die Erziehung der Knaben zur praktischen Arbeit

(und mit ihm die ganze gebildete Welt) nicht nnr ein unvergleichliches Denkmal semer uationalstaatlichen Entwicklung in den Händen haben, die Geschichte der letzten vierzig Jahre in den Reden seines größten Staatsmanns, der diese Ge­schichte gemacht hat, sondern auch einen unerschöpflichen Schatz politischer Weis­heit und Erfahrung und ein sprachliches Denkmal allerersten Ranges, einen Schatz, der freilich erst, wenn er in handliche Kleinmünzc umgeprägt wird, seine volle Wirksamkeit entfalten kann. Der große Mann aber, der seine eigne Unsterb­lichkeit erlebt, kann auch und nicht zum wenigsten von seinen Reden sagen:

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Die Erziehung der Knaben zur praktischen Arbeit

n Lienhardt und Gertrud, dem Volksbuche des Meisters deutscher Pädagogik, steht der Satz:Wer aus dem Wissen sein Hand­werk macht, der hat sehr acht zu geben, daß er das Thun nicht verlerne."

Die Freunde der Knabenhandarbeit in Deutschland sind überzeugt, daß uusre Knabcnerziehung von diesem Satze betroffen werde, daß diese allzusehr nur aus dem Wissen ihr Handwerk mache, und ihre Zöglinge darum in Gefahr schweben, das Thun zu verlernen. Es scheint uns nötig, dem Knaben im Gegensatz zu der vorwiegend oder ausschließlich passiven Auf­nahme des Lehrstoffs, zu der er jetzt bestimmt wird, die Möglichkeit zu ver­schaffen, daß er sich auch bethätige, daß ihm Raum gegeben werde, im frischen Rühren und Regen der eignen Kraft seine Persönlichkeit zu cutfalten.

Und wenn Amos Comenins, der geniale, seiner Zeit weit vorauseilende Pädagog des siebzehnten Jahrhunderts, dessen dreihundertjährigen Geburtstag wir jetzt begangen haben, sagt:Nur durch Thun gelangt der Mensch zu wahrhaftigem Sein," so ist er damit ein prophetischer Verküudiger dessen, was die Freunde der erziehenden Knabenhandarbeit in allen Kulturländern heute erstreben. Damit das junge Geschlecht zu wahrhaftigem Sein heranwachse, scheint es ihnen nötig, das Thun schon in der Erziehung zu seinem Rechte kommen zu lassen. Wir wollen den theoretischen Schulunterricht ergänzt wissen durch praktische Beschäftigung.

In der Forderung, daß sich das Kind bethätigen, daß es beobachten und erfahren und damit selbst an seiner Erziehung helfen solle, ist der Schwer­punkt der ganzen Bewegung für den Arbeitsunterricht uud der schärfste Gegen­satz zu der von außen hinein erziehenden Pädagogik gegeben. Hier liegt nicht