Socialismus und ^ozialoemokratie
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an scheint darüber einverstanden zu sein, daß wir leider in einer Übergangszeit leben, manche behaupte» auch, daß unsre heutigen Zustände eine verzweifelte Ähnlichkeit mit denen vor dem Aus- brnch der grvßeu französischen Revolution erkenne» ließe». Schon deshalb sind wir berechtigt, auf diese Übergangszeit und
besonders auf den Sozinlismns, der ihr, aber nicht vorübergehend, in alle» Mieder» steckt, ein Wort anzuwenden, das wir der „Schreckenszeit" in Carlyles Französischer Revolution eiitnehmeu: „Die Geschichte und überhaupt alle menschliche Sprache nnd Vernunft thun noch dasselbe wie Vater Adam, als er zu leben begann: die Geschichte bemüht sich, die neuen Dinge zu benennen, die sie die Natnr hervorbringen sieht — oft ziemlich unbeholfen." Was bemüht mau sich mit Sozinlismns zn benennen? Kann die Antwort genüge», daß sich der Sozialismns in der Svzialdemokratie verkörpert nnd in ihr Gestatt angeiivmme» habe?
Der Svzialdemokratie, der man den sogenannten Sozialismus in die Schuhe schieben möchte, als ob man sich seiner auf diese Weise mit ihr zugleich entledigen köuute, sind schon viele bitterböse Dinge gesagt worden, aber ohne daß sie viel helfen. Man hat gesagt, daß die Svzinldemotrate» „nlir Arbeiter wären, die nicht arbeiten wollten," man hat die Sozialdemokratin' weder als wirtschaftliche »och als politische Partei gelte» lassen »vollen, nnd Hans Rlum hat behauptet, daß die Stärke der Svzialdemokratie „einzig und allein ihre Lüge" sei. Diese Aussprüche mögen sv richtig oder so verkehrt sei» wie sie wollen, nnd Rlum mag Lügen nachgewiesen haben oder nicht, was wir hier dahingestellt sein lasse», aber das ist doch Thatsache, daß die Sozial- demvtratie so nicht lahmgelegt wird. Die taktischen Spiegelfechtereien kämpfender Parteien sind allesamt nicht erbaulich, nnd die viel zn viel bekämpfte Sozial- Grenzbow, I> 1«9S 5I>