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Aus der stürmischen Zeit
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Litteratur 4Z1

Allmachtswahne der Versammluitg in der schärfsten Weise mit der Alternative entgegentrat, entweder Österreich mit Heeresmacht zu unterwerfen, oder nicht Beschlüsse zu fassen, die durchzuführen die Macht gebrach. Dabei stand er durchaus auf deutschem Standpunkte, kritisirte treffend das Widersinnige des alten, damals für abgethan angesehenen deutschen Bundes, in dem Österreich eine fast allein entscheidende Stimme über deutsche Angelegenheiten, dagegen Deutschland in österreichischen Dingen gar nichts zu sagen hatte, und er ver­langte sonach in beiderseitigem Interesse, daßÖsterreich" nicht als Vundes- staat, sondern als Staatenbund im Verhältnis zu Deutschland stehen solle. Freilich durfte er noch aussvrechen:Vergesseu Sie nicht, bis an die äußerste Grenze der Bukowina, bis nach Dalmatiens Küste hinab spricht jeder Gebildete Deutsch; es ist nur allein das deutsche Element, welches die Bildung hinein­trägt überall in die slawischen und magyarischen Länder." Mit welchen Empfindungen müssen solche Worte heute in Österreich gelesen werden!

Der Verfasser tritt überall bescheiden hinter seinen Vater zurück, hat sich jedoch keineswegs darauf beschränkt, dessen Reden zu sammeln und zu kom- mentiren, sondern die maunichfaltigen Gesichtspunkte, die iu der weitschichtigen Debatte geltend gemacht wurden, übersichtlich erörtert und damit ein Kapitel der deutschen Revolutionsgeschichte, das gegenwärtig so ziemlich vergessen ist, in das rechte Licht gestellt.

Litteratur

Die Ostpreußen in der deutscheu Litteratur. Eine Studie von Eugen Reichet,

Leipzig, C, Meißner, 1892

Wie Ostpreußen nach seiner geographischen Lage den Kopf Deutschlands vorstellt, so darf es auch in Beziehung auf die Litteratur als das eigentliche Haupt-Land angesehen werden." Diesen Kernsah seiner Studie glaubt der Ver­fasser damit bewiesen zu haben, daß er aus den Litteraturgeschichten von Ger- vinus, Kurz und Scherer alles, was lobend über Ostpreußen gesagt wird, zu­sammenstellt, und überall da, wo diese drei aus ästhetischer oder historischer Überzeugung ein absprechendes Urteil über ostpreußische Dichter gefällt haben, gegen sie loszieht. Schade um Simon Dach, nm Hamaun, um Herder, daß auf ihre großen Nameu diese schäumige Brühe gespritzt wird. Und mit diesen Phrasen sollen diebisher kaum recht in Betrachtung gezogenen Ostpreußen" zum ersten male nach Gebühr gewürdigt werden! Wer rettet sie vor ihremNetter"? mochte mcm ausrufen, wenn zu befürchten wäre, daß dessen Geschrei Gehör fände. Schade auch um die gute Sache des Lokalvatrivtismus, wenn er zu solchen Übertreibungen führt: ,.Herder ist neben Gottsched zweifellos die größte, einfluß­reichste Gestalt der Litteratnrepoche, die mit dein Auftreten Gottscheds beginnt