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Robert Schumanns Briefwechsel mit Henriette Voigt. 2
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Robert Schumanns Briefwechsel

mit Henriette voigt

Mitgeteilt von Julius Gensel

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ir kommen jetzt an einen Brief eigentlich ists nnr ein Zettel, der bisher den Herausgebern rätselhaft geblieben zu sein scheint:Bis zum Niederstürzen war ich erschöpft" u. s. w. Daß er nach Ernestinens Abreise geschrieben ist, legt der Inhalt nahe. Aber es bleiben noch Zweifel zu lösen. Freitag den 5. September hatte Schumann seiner Mutter geschrieben, daß er am Abend des folgenden Tages bei ihr von der Geliebten Abschied nehmen wolle; ihr Vater wisse nichts von seiner Reise, auch sonst niemand, außer einem Freunde, der ihn begleite. Bis zum Donnerstag wolle er im strengsten Inkognito in Zwickau bleiben.

Henriettens Tagebuch vermerkt vom 6. September:Früh K Uhr in Stadt Hamburg und auf dem Markt. Frickens abgereist Abschied von Ernestine. . . . Um 7 Uhr sabends^ mit Schnute zu Bendemanns zum Whist

bis gegen 10 Uhr------------- Geheimniß." Sonntag den 7.:Früh ^6 Uhr

aufgestanden gegen 7 zu Bendemanns gegangen. Abschied, Abreise. Hier­her geschrieben an Carl, Schumann und ins Tagebuch." Montag den 8.: ^gegen AbendsSchumann hier gewesen, mit dem ich viel gesprochen."

Hieraus geht wohl hervor, daß Schumann doch noch Freund Ludwig und durch diesen Henrietten ins Geheimnis gezogen hat, daß er aber nicht in Zwickau geblieben, sondern schon Sonntag früh wieder in Leipzig einge­troffen ist. Dem Briefe selbst entnehmen wir weiter, daß Henriette ihrem Brief ein von Ernestinen für ihn zurückgelassenes Andenken und deren an sie selbst gerichtete Zettel beigefügt hat.

Und nun mögen Schumanns Zeilen selber folgen:

Bis zum Niederstürzen war ich erschöpft vom gestrigen Tag, da kam Ihr Brief. Wie eine Engelhand hat er mich berührt. Das war ein Tag und eine Nacht und heute ein Mvrgen ^ jeder Nerv eine Thrüne. Wie ein Kind hab'

>) W. 10t; Br. 43: heute Morgen.