Maßgebliches und Unmaßgebliches
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Adieu, verehrteste Frau Klucke. Haben Sie schiinen Dank für Ihre Erzählungen, Sie haben uns ein großes Bergungen gemacht.
Freut mich. Wenn Sie mal dnrch Neueuhof kommen, klopfen Sie doch bei mir an, ja?
Sehr gern, rief meine Fran und näherte sich strahlend. Ich merkte schon seit ein Paar Minuten, daß sie was auf dem Herzen hatte.
Na, was wolltest du deu» noch hinzusetzen, kleine Alte?
Sie trat noch näher ans die Klncke zn. Ach Gott, sagte sie mit dem mir so wohlbekannten Tone leidenschaftlicher Herzlichkeit, ich bitte, ich möchte Ihnen so gern einen Knß geben - -
Errötend streckte die also nposlrvphirte die Hände aus und zog meine kleine Frau an sich.
Herr Doktor, rief der Förster nnd schwenkte seine Pfeife nach mir, gucken Sie weg, Sie sehen neidisch aus!
Oho! Selber, Sie alter Süuder!
Maßgebliches und Unmaßgebliches
AuS dem zwanzigsten Jahrhundert. Die Lorbeer» seines Lands- manncs Edward Bellamy habeil Herrn Jgnatius Donnelly, den Entdecker des ^rsat. or/ptog'rn,m in Shakespeares Werken, nicht schlafen lassen. Wie er die Idee der unseligen, im Wahnsinn verkommenen Dclia Baeon z» seinem Nntzcn verwendet hat, so hoffte er das Interesse, das dnrch Edward Bellamys „Rückblick" für die Zukunft des Menschengeschlechtes erweckt worden ist, mit demselben Glück für sich nnsbeuten zn können, nnd es ist ihm wirklich gelungen. Der litterarische Wert seines Buches läßt sich zwar mit dem Bellamys bei weiten: nicht vergleichen, aber der materielle Erfolg ist unzweifelhaft, und Donnelly kann sich dessen mit besserin Gewissen freuen als über den seines ^rsat vi'^xtoSiirm, da in seinem Znlunfsbilde wirklich ehrliche Arbeit steckt. Freilich wird jeder Leser, der das Krsat or^xtoKram, zn würdigen verstanden hat, einen kleinen Verdruß über diesen neue» Erfolg Donuellys zn verbeißen haben.
Der Titel des Buches lautet: (ZÄvsar's Oolnuui. ^ LsiiWtioim.! 8tui/ ot' ttrv 20"' (Zsutui^ (London, Ward, Lock K, Co.). Donnelly hat es unter den: Pseudonym Edmund Boisgilbert herausgegeben, wahrscheinlich, weil er fürchtete, daß die Welt hinter dem Buche eiue nene Mystifikation suchen würde, wenn sein Name ans dem Titelblatte stünde. In den lärmenden Ankündigungen heißt es, Bellamy schildere, vlmt oug-iit to be, während Okio-zai-s Colum» zur Darstellung bringe, vllat ina.^ ds. Über die zweite Behanptnng läßt sich entschieden streiten, denn Donnelly prophezeit nichts geringeres als den ebenso völligen als schmachvollen Untergang der modernen Knltnr. Nur ein Hasser und Verächter des Menschengeschlechts kann Donnelly glauben, daß seiu Schauergemnlde einmal Wirklichkeit werden könne, nud auch der nicht, wenn er sich die Mühe nimmt, darüber nachzudenken, wie Dounelly dazu gekommen sein mag. Er hat einfach folgendermaßen gerechnet: Bellamy stellt die Menschheit in dem edelsten Gennsse einer hochentwickelten Knltnr dar; ich will es umgekehrt machen nnd zeige», wie die moderne