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Aus dänischer Zeit : 14. Allerhand Politisches
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Aus dänischer Zeit

^. Allerhand politisches.

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ir Kinder hörten sehr viel von Politik. Nicht allein, daß sich unser Großvater viel mit den Ereignissen beschäftigte, von denen die Zeitungen und mündliche Berichte meldeten: auch anderswo ward von der Lage der Herzogtümer und von dem, was kommen würde, gesprochen. König Frederik regierte noch immer, und es gab selbst iu unsrer Abgeschiedenheit Menschen, die ihn gesprochen, oder die ihn wenigstens gesehen hatten. In frühern Jahren war er noch nach Holstein gekommen, um sich in Kiel oder Plön seine Beamten vorstellen zu lassen; in den letzten Zeiten beschränkten sich seine Besuche auf das Herzogtum Schleswig. Und auch hier zeigte er sich manchmal ungnädig und konnte die Herren in der Audienz scharf fragen, wo sie denn ihre Frauen gelassen Hütten? Die Frauen der schleswig-holsteinischen Ritterschaft und die der höhern Beamten waren aber stets am Erscheinen verhindert. Wohl beugten die Herren in ihren kleid­samen Uniformen das Haupt vor dem angestammten Landesherzog, aber ihre Gemahlinnen sollten nicht der Gräfin Danner die Hand küssen. Nicht weil sie als Putzmacherin ihre Laufbahn begonnen uud einen Bruder hatte, der Schuster in Hamburg war, sondern weil ihr früheres Leben sie des Verkehrs mit reinen Fraueu unwürdig machte. Und die Gräfin strebte gerade nach dem, was für sie unerreichbar war. Das Leben manches Beamten würde sich ganz anders gestaltet haben, wenn er seinen trotzigen Stolz beiseite gesetzt und seine Frau zur Gräfin Danner gebracht Hütte. Auch der charakterschwache, aber gutherzige König würde wahrscheinlich die Herzogtümer mehr in sein Herz geschlossen haben, wenn seiner Gemahlin mit mehr Zuvorkommenheit begegnet worden wäre. Jetzt waren seine Besuche immer mit Kränkungen und Demütigungen für die Gräfin und dadurch auch für ihn verknüpft, und man konnte es ihm nicht verdenken, daß er immer seltener kam und dadurch die Fühlung mit seinen deutschen Unterthanen immer mehr verlor. Er that zwar sehr jovial mit den dänischen Prediger- und Unterbeamtenfrauen, die er tauw äs nüsux zur Tafel mit der Gräfin Danner laden ließ; aber er war doch klug genug, einzusehen, daß auch diese Damen nur kamen, weil sie mußten, oder weil ihnen jegliches feine Gefühl fehlte. Ob der Haß gerechtfertigt war, den die Schleswig-Hol- Grenzboten 11 1892 1y