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Maßgebliches und Unmaßgebliches
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Litteratur

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Witte-Wild, dem künftigen Direktor des Stadttheaters, für Genüsse, wie er sie ihnen am 22. März am Geburtstage weiland Sr. Maj. des Kaisers Wilhelm I. bieten will, ebenso höflich wie deutlich danken."

Die Breslcmer Zeitungen haben das gar nicht beachtet, sie haben über das Auftreten derbewunderungswürdigen" Künstlerin ausführlich berichtet, ja eine hat sie sogarjeder deutschen großeil Sängerin als Vorbild" empfohlen. Und das Publikum? Das kann doch uicht besser sein als seine Zeitungen, das hat natürlich die Pariser Gassenhauer bejubelt. So hat man bei den Wasserpolackcn den Geburts­tag des Kaisers gefeiert, an den Geibel die Verse richtete:

Das schöne Recht, uns selbst zu achten, Das uns des Auslands Hohn verschlang, Hast du im Donner deiner Schlachten Uns heimgekiiuft, o habe Dank!

O Berlin! In der Reichshauptstadt erscheint jetzt eine ,.Berliner Jllustrirte Zeitung." Sie führt, wie die Abonnementseinlndung sagt,in einer reiche» Fülle von Illustrationen die nenesten und sensationellsten Tagesereignisse vor." Im nächsten Vierteljahr bringt sie denspannenden, reich illustrirten Rvmnn Ein ge­heimnisvoller Mord" von Gustav Kopal. Die Unterschriften der Probeillustrationen lauteinDie Einbringung des Raubmörders Wetzel";Die magnetische Dame Miß Annie Abbvt";Die Aushebung einer Falschmünzerbande";Ein .Kommissar der Heilsarmee";Die Straßenkrawalle in Berlin: Demolirung einer Gastwirtschaft und ein demolirtes Lokal";Ein Mädchen in Flammen (Brandunglück)." Außerdem ist dieser Schaubogeu uoch mit den Bildnissen der Herren Baare uud Fusangei geschmückt, die wohl eigentlich keine Berliner sind, aber es wahrscheinlich nach der Ansicht der Redaktion zu sein verdienten. Brrrrr! Ja, und daß wirs nicht ver­gesseinTüchtige Abvnuentensmnmler können sich durch Übernahme des Vertriebs einen dauernden und lohnenden Erwerb sichern" nnd, fügen wir hinzu, sich hoch verdient machen um die geistige und Herzensbildung des deutsches Volkes, das der böse Zedlitz in die Nacht der Unwissenheit uud des fauatischeu Aberglaubens zu stürzen gedachte.

Litteratur

Der bildliche Ausdruck in den Reden des Fürsten Bismarck. Von Hugo Blümuer.

Leipzig, S. Hirzel, 1891

Professor Blümuer istvollkommen darauf gefaßt, daß es von manchen Seiten an allerlei spöttischen Bemerkungen über die neue Bismarckphilvlogie, über Pedanterie, Alexandrinismus u. dergl. uicht fehleu wird." Nichts liegt uus ferner als das. Wir meinen im Gegenteil, daß der Verfasser noch nicht pedantisch genng gewesen sei. Das Buch kommt etwas zu früh. Es hätte erst dann geschrieben werden sollen, wenn außer den parlamentarischen Reden Bismarcks auch seine übrigen Reden, seine Briefe und seine Denkwürdigkeiten vorliegen werden. Eine Unter­suchung über den Sprachgebranch eines Redners oder Schriftstellers kann ja nur