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Maßgebliches und Unmaßgebliches
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Litteratur

gegen, daß die Adlern Empfindungen des Gemüts, die insbesondre den deutschen Arbeiter mit der Arbeit verknüpften, übersehen seien, daß Hertzka die Arbeit nicht mit deutschen, sondern mit amerikanisch-semitischen Augen mische," Aber nicht die edlern Empfindungen übersieht Hertzka unsrer Ansicht nnch, sondern nur deren innige Verknüpfung mit der Arbeit, was zweierlei ist. „Dieser Vorwurf, heißt es weiter, ist meines Erachtcns unbegründet nnd beruht auf eiuer ungenauen Kenntnis der freiländischen Grundsätze." Die nnn folgende längere Anseinnndersetznng können wir nicht vollständig abdrucken. Sie legt dar, wie die berechtigte Selbst­sucht im Wirtschaftsleben überhaupt wirkt nnd wie sie bei freiläudischen Einrichtungen wirken würde. Deu ersten dieser beiden Gegenstände behandelt nun zufällig eine längerer uns schon vorher zngegangner Aufsatz, deu andern aber halten wir nicht für geeignet zu einer Erörterung. Wenn der freiländische Staat am Kenia oder sonstwo gegründet sein wird, dann werden wir es ja sehen, wie seine Einrichtungen wirken. In einzelnen Punkten sind wir mit dem Verfasser der Zuschrift einver­standen; so z. B. glauben nnch wir, das; die meisten unsrer heutigen Fabrikarbeiter uud Tagelöhner nnter Verhältnissen arbeiten, wo von Liebe zum Beruf und An­hänglichkeit an die Berufsarbeit gar keine Rede sein kann. Der Verfasser scheint zu argwohnen, wir hätten eine geringe Meinung von Hertzkas Charakter, und beugt dem Verdacht, als ob seiue Fürsprache für den Schöpfer der Freilandsidee auf philosemitifchcn Neigungen beruhe, durch die Mitteilung vor, daß er seine rein- dentsche Abstnmmnng bis ins sechzehnte Jahrhundert hinauf nachzuweisen vermöge. Dessen hätte es nicht bedurft. Wir würdige» Hertzkas idealen Sinn uud seine warme Menschenliebe vollauf, aber seine Auffassung der Arbeit vermögen wir nicht zn teilen. Sie ist übrigens nicht bloß bei den Semiten nnd Amerikanern zu finden, sondern auch bei den Engländern, bei den Sozialdemvkraten nnd leider auch schon bei recht vielen Deutschen, die nicht Sozialdcmvkraten sind. Übrigens halten wir es für ein günstiges Zeichen, daß sich ein preußischer Landrichter für Ideen be­geistert, die, so anfechtbar sie sonst auch sein möge», doch einen sehr entschiednen Bruch mit dem Grundsatze Mt.jnstitm, xsrsat mrmclns bedeuten.

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Ruqgicro Bonghi: Die römischen Feste, illustrirt von G. A. Snrtorio und Ugo Flercs. Deutsch von Alfred Nnhcinauii. Wie», Sarllebens Verlag

Die Feste des römischen Volkes in ihrer Reihenfolge vom Neujahr bis zu den Saturnalien und dann noch die ländlichen Feste zn schildern, war ein sehr löblicher Gedanke. Ursprung nnd Bedeutung der Festlage und die Gebränche der Feier geben reichlichen Anlaß, in den Kultus und die Sitten einzuführen, unter­haltend zu belehren, und man muß dem Verfasser noch besonders dafür Dank wissen, daß er nicht nötig gefunden hat, die Früchte seiner antiquarischen Studien auf deu Faden einer sadeu Liebesgeschichte zu reihen. Nicht nur die Jugend, au die sich der Übersetzer besonders weudet, wird das Buch mit Genuß uud Nutzen lesen. Befremdend ist allerdings der Wechsel in der Darstelluugsweise, indem Bonghi bald wie ein Zeitgenosse zn den damaligen Römern, bald zu seinen Zeit­genossen spricht, mitnnter sogar !n eineiu Atem. ^>>nn Beispiel: „Und verteile,