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Das Volksschulgesetz. 1
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Maßgebliches und Unmaßgebliches 249

mväu» vivLmIi gefunden wird, Und da ist nach unserm Dafürhalten der beste Zustand der bestehende, nämlich die Personalunion, wir meinen die Einrichtung, daß der Pfarrer zugleich Lokalschulinspektor ist. Man sollte sich damit begnügen.

Maßgebliches und Unmaßgebliches

Die Handelsbilanz. Am 15. Januar wurde im Reichstage über die Ausgaben d°es statistischen Amtes verhandelt. Man kam auf die Handelsstntistik, und Bambergcr bemerkte bei dieser Gelegenheit, auf die Handelsbilanz lege hente niemand in der Welt mehr das geringste Gewicht. Dagegen protestirte der Frei­herr >,u,m Stumm, damit nicht die Legende aufkomme, daß alle Welt über die Wertlvsigteit der Handelsbilanz einig sei. Es hat ja seine Vorteile, wenn eine Streitfrage 150 Jahre lang auf demselben Flecke stehen bleibt, weil dann Leute, die nichts besseres zu thun haben, immer wieder neue Reden halten, neue Bücher und Zeitungsartikel darüber schreiben können. Hängen aber von der Lösung der Frage praktisch wichtige Entscheidungen ab, so ist es nm Ende ebenso gut, man löst sie; namentlich wenn die Lösung so leicht ist wie hier. Im Grunde genommen bedarf es gar keiner neuen Lösung, sondern nur der Anwendung der von Adam Smith im vierten Buche seines klassischen Werkes vollzognen auf uusre heutigen Verhältnisse, die der schottische Altmeister freilich nicht voraussehen konnte.

Smith hat vollkommen Recht mit dem Satze, daß bei einem durch keinerlei obrigkeitliche Einmischung künstlich geleiteten, sondern lediglich aus dem Bedürfnis zweier Staaten hervorgehenden ganz frei betrielmen Handel stets beide gewinnen; daß in diesem Falle der Handel stets beider Einkommen vergrößert, ganz gleich- giltig, ob beide nur Waren austauschen, oder ob der eine unr Ware«, der "andre Waren und Geld, d. h. Edelmetall liefert, in welchem Falle man zu sagen Pflegt, daß der erste Staat eine positive oder günstige, der zweite eine negative oder un­günstige Handelsbilanz habe. Edelmetall ist nämlich anch nichts andres als eine Ware; es fällt keinem Staate vom Himmel, sondern muß entweder mit Landes­produkten im Auslande gekauft oder mit Arbeit in den inländischen Minen ge­wonneil werden. Im letzter« Falle kommt es nicht billiger zu stehen. Denn wäre in dem angenommenen Lande die Gewinnung so leicht, daß z. B. ein Pfnnd Gold nur halb so viel au Lnudrente, Unternehmerkapital und Arbeitslohn kostete, als es auf dem Weltmarkte wert ist, so würde dieses billige Gold deu Weltmarkt­preis des Goldes so lange drücken, oder was dasselbe ist, den Geldpreis aller andern Waren so hoch steigern, bis nach längerer Unruhe ein neues Gleichgewicht zwischen dem Goldpreise und dem Preise aller auderu Waren hergestellt wäre. Es ist daher ganz gleichgiltig, ob die Engländer z. B., wen» ihnen Portugal nicht soviel Baumwoll- und Eisenwaren abnimmt, als sie portugiesischen Wein brauchen, den Nest mit westindischem Tabak oder mit kalifornischem Golde bezahlt. Der westindische Tabak muß so gut mit englischen Waren gekauft werden wie das kali­fornische Gold. Die Bezahlung mit Gold ist sogar vorteilhafter, weil des gerin- Grenzlwte» 1 1L»2 W