Die Gisenbahnwehrkräste in den europäischen
Großstaaten
as Verdienst, als erster Deutscher auf die umwälzende Bedeutung der Eisenbahnen sür die Kriegführnng hingewiesen zu haben, gebührt dein großen Sohne Westfalens, Friedrich Harkort, im Vvlks- munde der „alte Harkort" genannt. Ju seiner Schrist „Die Eisenbahnen von Minden nach Köln" (Hagen, bei A. Bruue) äußerte er sich im März 1833 über die militärische Bcdentnng der Eisenbahnen n. ci. wie folgt: „Die Knnst der Feldherren uenerer Zeit besteht darin, rasch große Streitmassen nach einem Punkte zn bewegen. Während ein preußisches Korps sich von Magdeburg auf Minden oder Kassel begiebt, erreicht in derselben Zeit ein französisches Heer von Straßbnrg aus Maiuz, vvu Metz aus Koblenz, von Brüssel aus Aachen; wir verliereu also zehn Tagemärsche, welche oft einen Feldzug entscheiden. Diesen Nachteil würde die Eisenbahn heben, indem 150 Wagen eine ganze Brigade in einem Tage von Minden nach Köln schafften, wo die Leute wohl ausgeruht mit Munition und Gepäck einträfen. Denken wir uns eine Eifenbahn mit Telegraphen auf dem rechten Nheinufer von Mainz nach Wesel. Ein Rheinübergang der Franzosen dürfte dann kaum möglich sein, deuu bevor der Angriff sich entwickelte, wäre eine stärkere Vertheidigung an Ort und Stelle. Dergleichen Dinge klingen jetzt noch feltscun, allein im Schoße der Zeiteu schlummert der Keim so großer Entwicklung der Eisenbahnen, daß wir das Resultat nicht zu ahnen vermögen!"
Die Vorhersagungeu des alten Harkort, die damals wenig Gläubige fanden — mau denke nur au deu wegen seiner entschiednen Feindschaft gegen die Eisenbahnen bekannt gewordnen Generalpostmeister Nagler —, haben sich im
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