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Die Mutter sehnt sich und der Vater wartet : eine Weihnachtsgeschichte
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Maßgebliches mid Unmaßgebliches

Land und Stadt; es war die große Kirchenglocke, die vom Turm herab Weih- nachteit einläutete und Wiederhat! in nah und fern fand, Klinglingling! Klinglingling! fiel die kleiue Glocke von Bvrumhos ein und rief zur Fest- mahlzeit.

<Schlnsz folgt)

Maßgebliches und Unmaßgebliches

Militärische Bedenken. In Deutschland klammert sich der Opti­mismus immer au den Gedanken, in der entscheidende» Stunde werde die Armee alles gut mache». Ganz gewiß, die Armee wird uicht versagen uud ihre Schuldigkeit thun. Ob sie aber uuter allen Verhältnissen der Diuge Herr werden kaun, ist eine andre Frage, Der Hauptwert eiuer Armee liegt iu ihren Chargen, in der Hauptsache in ihrem Offizierkorps, dauu auch in deu Unter­offizieren. Das deutsche Offizierkorps ist etwas ganz eigenartiges. Der deutsche Offizier dient nicht um Bezahlung, sondern dient nm die Ehre; darum ist es auch er­forderlich, alle Verhältnisse des Korps sehr diskret zu behandeln. Die hohe soziale Stellung muß Ersatz bieteu für mangelnden materiellen Erwerb. Wird daran ge­rüttelt, so wird bald der Ersatz für die Offizierkorps fehlen. Die Bezahlung kcinu keine Eltern verlocken, ihren Sohn Offizier werden zu lassen, denn er bezieht, solange er sich in den subalternen Stellungen befindet, eiueu Gehalt wie eiu ge­wandter Bedienter, Jede audre Laufbahn bietet in dieser Beziehung ungleich mehr, AuderS liegt die Sache bei den Unteroffizieren, Hier ist nur mit Geld zu helfen. Man kann es den: Soldaten nicht verdenken, wenn er sich nach Ablanf seiner Dienstzeit sofort in einer Zivilstellnng sein Brot sucht, wo er meist weniger angestrengt zn arbeiten hat uud pekuniär viel besser steht. Wirklich tüchtige Leute in den Unteroffizierkvrps, ohne die eine Armee ihren Wert uicht behaupten kanu, wird mau in unsern Zeiten unr haben können, wenn man ihnen bessere Aussichten für die Zukunft gewährt, Es ist daher tief zu beklagen, daß der deutsche Reichs­tag seiner Zeit die Vorlage wegen der Untervffiziersprämieu so arg beschnitten hat, daß sie ihren Zweck nicht erfüllen kann. Das Material des gemeinen Mannes ist uicht mehr das alte, eS ist uicht mehr das, das die Schlachten der Befreiungs­kriege nud der Feldzüge Kaiser Wilhelms I, geschlagen hat. Leute, die in den Kellern der modernen Großstäde in körperlich uud geistig ungesunder Atmosphäre anfgewachseu sind, erscheinen von Jahr zu Jahr in immer wachsendem Prozentsatz nuter den Rekruten nud verdränge« die gesunden uud kräftigen Söhne der Be­völkerung des platten Landes. Es sind das freilich Übelstände, mit denen alle modernen Großstaaten rechnen müssen, noch am wenigsten Rußland,

Nächst dem Personal ist Ausbildung und Bewaffnung der wichtigste Faktor in der Armee. Hier nun ohne weiteres der deutschen Armee ein Übergewicht zu­gestehen zu wollen, wäre nicht unbedenklich. Die Bewaffnung in allen Knltur- stanten steht auf derselben Stufe, in Rußland wird sie es in etwa zwei Jahre« sein, uud der Dreibund wird die Rüstuuge« Rußlands sicherlich nicht hindern. Was