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Das Duell und seine Entwicklung in England
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Das bürgerliche Ivohichaus

einschlagen kann, ohne an Feinheit im Ton oder an kräftiger nnd mutiger Ge­sinnung einznbüßen. Denn das das ganze englische Volk durchweg auch tapfer ist, kann keiner leugnen, der längere Zeit in England gelebt hat. Zähe nnd tapfer, daß muß ihm der Neid lasseu, behauptet es auch heute noch das stolze Wort: ^.n lluL,Ii8wnaQ never Kuo^vs v?<zu I>s is Iioaron! Man kann cmch nicht einmal zn der Behauptung seine Zuflucht nehmen, daß die Engländer eine kühlere nnd weniger empfindliche Nation seien. Denn es ist eine unbestrittene Thatsache, daß die Hnnderttausende, ja vielleicht Millionen von Fremden, die in den das Duell unter gewissen Bedingungen fordernden Begriffen aufgewachsen sind nnd dann in England ihren Wohnsitz nehmen, sich trotz ihres mitgebrachten Ehrbegriffs ohne weiteres den englischen Ansichten sügeu. Um diese Thatsache zu erklären, mnß mau entweder annehmen, daß sie allesamt höchst friedlicher Natur wären und das Beleidigen verlernt hätten, oder daß sie sich davon über­zeugt hätten, daß das Duell ein widersinniges, unsittliches und unzulängliches Mittel ist, die verletzte Ehre wiederherzustellen, oder endlich, daß die englischen Gesetze sie mit solcher Achtung erfüllt haben, daß sie lieber ihren Ehrbegriff geändert haben, als sich mit ihm in Konflikt zn setzen. Doch was cmch der Grund dafür ist, daß alle diese Fremden in England ohne das Dnell aus­kommen, soviel ist durch die uubestreitbare Thatsache bewieseu, daß der Ehr­begriff auch bei deneu, die ihrem Ursprung nach einem Lande angehören, wo das Duell noch eine durch die Gesellschaft verlangte Einrichtung ist, nicht derartig seststeheud und unwandelbar ist, daß er nicht leicht auch ohne Duell sertig werden könnte.

Möge die Zeit nicht fern sein, wo der Anstoß zn einer Änderung auch aus dem Festlande gegebeil wird und die Staaten endlich aufhören, dnrch nach­sichtige Beurteilung des Duells seinem Fortbestehen Vorschub zu leiste».

Das bürgerliche Wohnhaus

as vielgelesene Bnch über Rembrandt mag manches Thörichte und Anstößige enthalten. Aber ein Zug ist gesund darin, nnd er geht durch die ganze Schrift hindurch und bricht sich mauch- mcil recht drastisch Bahn. Es ist das Recht des Persönlichen, des Individuellen, gegenüber allem Schablonenhaften, das der Reinbrandt-Deutsche mit allem Nachdruck immer uud immer wieder betont. Darin stimmen nur ihm bei. Auch darin, daß aus dein Gebiete der Kunst das individuelle Gefühl, der eigenartige Sinn für die Schönheit iu den breiten