Unser papierner Reichtum
dam Smith war der Ansicht, daß die wachsenden Staatsschnlden über kurz oder lang alle europäischen Staaten bankerott machen müßten. Durch die Verziusuug der Staatsschulden, sagt er, wird das Volk nicht bloß iu dem Falle ärmer, wo die Zinsen außer Landes gehcu, sondern anch wenn die ganze Anleihe im Lande untergebracht worden ist. Denn indem sie den Arbeitenden einen Teil ihres Arbeitserirages eutzieht, vermindert sie die Produktion. Seine höchste Kraft spannt der Meusch nnr dann an. wenn er sicher ist, daß ihm der ganze Ertrag seiner Arbeit gehört; jeder Abzug am Arbeitsertrage nimmt ihn: ein Stück Kraft und Lnst. Durch die Anleihepapiere wird neben den produzirenden Klassen eine Klasse nnprodnktiver Rentner geschaffen, die einen Teil des Arbeitsertrages der andern mühelos einstreichen. Die Nutzung des Grnnd nnd Bodens und des industriellen Kapitals wird denen entzogen, die ein unmittelbares Interesse am guten Betrieb haben, nnd solchen übertragen, die kein solches unmittelbares Interesse haben, den Staatsglänbigeru. Das entmutigt die Arbeitenden und macht das Land ärmer. ^Vouitb ol' Nutious, Ausgabe von I8lM. Band ll, S. 511 und 527—528.)
Obwohl seitdem die Schnlden aller europäischen Staaten mit Ausuahme der deutschen ins Riesenhafte gewachsen sind, ist Smiths Prophezeinng noch nicht in Erfüllung gegaugeu. Trotzdem ist ihr Grundgedanke richtig, nnd die Bedenken, die sie erregt, werden dnrch den Umstand noch erheblich verstärkt, daß zn den Staatsschulden anderweitige Verschuldungen in noch größerem Betrage kommen, namentlich Hypotheken mrd Aktien. Mäßige Verschuldung der Landwirtschaft, sagt Nodbertns. ist nicht ein Unglück, sondern ein Glück. Denn da der
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