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Die Umbildung der sozialdemokratischen Partei
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Die Umbildung der sozialdemokratischen Partei

ie im vergangnen Jahre, so hat auch in diesem der Schwerpunkt der Beratungen des sozialdemokratischen Parteitages in den Be­sprechungen über die Taktik der Partei gelegen. Dies erscheint um so bemerkenswerter, wenn man in Betracht zieht, daß der vorige Parteitag ausdrücklich beschlossen hatte, dem nächsten Parteitage solle der Entwnrs eines veränderten Parteiprogramms vorgelegt werden, und daß ja auch thatsächlich ein solcher neuer Entwurf zur Beratung vorlag. Während man aus dem vorigen Parteitage den Mangel jeder ernst­hasten Erörterung über die Endziele der Partei damit zu entschuldigen versucht hatte, daß man nicht eher in eine Beratung über das Programm eintreten wolle, als bis ein neuer, dem Stande der heutigen Wissenschaft entsprechender, von den wissenschaftlichen Autoritäten der Partei versaßter Entwurf vorläge, der die Grundlage der Beratungen über das Programm bilden konnte, dies­mal konnte man seiner geistigen Impotenz auch nicht einmal mehr dieses Mäntelchen umhängen. Der Entwurf lag ja vor, und nichts hinderte die auf dem Boden der modernen Wissenschaft stehende Partei, sich mit Ernst und Eifer den Aufgaben ihrer Wissenschaft zu widmen und uns die Endziele etwas greif­barer vor Augen zu führen, deren Verwirklichung nach Ansicht der maßgebenden Parteiführer unmittelbar bevorsteht; ja die Partei war sogar zu einer derartigen Erörterung über ihre positiven Ziele'verpflichtet, verpflichtet angesichts des Unistands, daß nach ihrer Meinung die praktische Verwirklichung ihrer End­ziele in wenigen Jahren erfolgen wird, verpflichtet gegenüber den anderthalb Millionen ihrer Parteigenossen, die im Vertrauen darauf, daß sie wirkliche End­ziele habe, zu ihr stehen, verpflichtet gegenüber ihrem eignen Beschlusse vom vorigen Jahre. Und was geschah?

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