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Maßgebliches und Unmaßgebliches.
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Maßgebliches und Unmaßgebliches

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Würde, wie wir vorauszusehen glauben, in gauz Süddeutschlcmd zu der Einheits­zeit übergegangen und geschähe dieser Übergang ohne sonderlichen Schinerz, dann würde dann tder Beweis geliefert sein, daß dies anch in Norddentschland möglich ist. Und dann würden wohl die Rheinprovinz und die Astronomie ihren Wider­spruch nicht aufrecht halten können.

Ein andres uns vorliegendes Schriftchen, von Lorenz Hoffmann, berührt eine Frage des Eisenbahnverkehrs, die zwar mit der vorgedachtcn Frage das Wort Zone" gemein hat, aber sonst davon sehr verschieden ist. Es führt den Titel! Ist der Engelsche Zonentarif-Vorschlag durchführbar? (Berlin, Pntt- tammer nnd Mühlbrecht, Bekanntlich hatOr. Eduard Engel eine Agitation für

eine Umwandlung des Personentarifs der Eisenbahnen ins Leben zu rufen ge­sucht, iu der Richtung, daß dieser nach Zonen beinessen werden soll. Für die Fernzone, d. h. sür jede Strecke, die mehr als l><> Kilometer mißt, soll bei gewöhn­lichen Zügen in der dritten Klasse eine Mark, in der zweiten Klasse zwei Mark in der ersten Klasse sechs Mark, bei Blitzzügen aber das Doppelte hiervon gezahlt werde». Dadurch würde mau sür eiue Mark in Deutschland von einem Ende bis zum andern reisen können. In dem vorliegenden Schriftchen wird nun näher ausgeführt, daß eine solche Verbillignng des Eifenbahnfahrens sowohl in finanzieller als in vlllkslvirtschaftlicher Beziehung geradezu verhängnisvoll wirken würde. Wir können jedem, der sich für die Frage iuteressiri, die Schrift zum Lesen empfehlen.

Litteratur.

Briefwechsel Friedrich L iickcS mit den Brüdern Jajt'ob und Wilhelm Grimm. Mit «läuternden Zusätzen und Zugaben ans dem gemeinsamen Freundeskreise besonders über die akademische Krisis des Jahres i^Ij?. Herausgegeben von F. Sander. Hannover-Linden, Mauz

und Lange, 18vl

Erst vor einem Vierteljahre haben wir über den Briefwechsel der Brüder Grimm mit ihrem Schüler Emil Braun berichten können, diesmal sind es Briefe der beiden an einen gleichaltrigen gelehrten Frennd, den Professor der Theologie Friedrich Linke in Göttingen, und Briefe von diesem an die Grimm, ans die wir unsre Leser hinweisen möchten. Zwar wird eine Reihe davon nnr in Germanisten- kreisen, wo für die Geschichte der deutschen Philologie lebhaftere Teilnahme vor­auszusetzen ist, Beachtuug fiuden, uamentlich alle die Briefe, die Lücke und I. Grimm über gelehrte Fragen ausgetanscht haben, und deren Ergebnisse zum Teil in der deutschen Mythologie, zum Teil im Wörterbuche niedergelegt sind. Von Wichtig­keit für die politische Zeitgeschichte siud aber doch die von Sander mitgeteilten Briefe über die Erklärung derSieden" an der Göttinger Universität im Jahre 18!i7.

Ernst August, der neue König von Hannover, hatte durch ein Patent vom 1. November dieses Jahres das Staatsgrundgesetz seines Vorgängers ans eigner Macht aufgehoben,umgestürzt" sagt I. Grimm. Sieben angesehne Gvttinger Professoren, an ihrer Spitze der Historiker Dahlmann nnd die Brüder Grimm, hatten sich öffentlich gegen diese verfassuugswidrige Handluug verwahrt; sie selbst hatten ja in ihrem Diensteid einen Paragraphen des alten Gruudgesetzes beschworeu, der jeden Zivilstaatsdiener eben durch seinen Diensteid verpflichtete, bei allen Verfügungen dahin zn sehen, daß sie keine Verletzung der Verfassung enthielten. Diese Aufhebung des Grundgesetzes mußte aber als Verletznug der Verfassnng angesehen werden; sie führte zn dem Protest der sieben und dann zu der Entlassnng, richtiger Verbannung von dreien von ihnen. Auch vou Lücke wie von manchem andern, in deut mau sich dabei verrechnete, hatte Dahlmann nnd mit ihm wohl die Grimm erwartet, daß er die Verwahrung uuterschreibeu würde; Lücke hat es uicht gethan, nnd das haben