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Der Streit um den Geschichtsunterricht
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aller geschichtlichen Unterweisung hinstellten, zeitlich und räumlich in der einen oder der andern Weise zum Begriff des Staates geführt hat, ist allgemein anerkannt. Diesen Weg muß auch der Einzelne geführt werden, da das Staats­bewußtsein aus jenen natürlichen Grundlagen nur allmählich herauswächst. Werden hier Mißgriffe gemacht, Berfrühungen aller Art vorgenommen, so sürchteu wir, daß alle Staatskuust und alle Schulmeisteret keine Patrioten erziehen wird.

Der natürliche Gang vom Mnrcheumeuscheu zum historischem ist weit uud schwierig. Die Zeit, die dem Gymnasiasten zur Verfügung steht, diesen Weg nachznschreiten, würde sich nach unsrer Überzeugung am besten so zerlegen, daß die beiden ersten Jahre der griechischen, zwei folgende der römischen und die fünf übrigen der deutschen Geschichte in ihrem Verlauf bis zur Wieder- aufrichtuug des Reiches gewidmet würden. Von der deutscheu Geschichte werden selbstverständlich, wo es sich nötig macht, Rückblicke und Ausblicke ge­than in die Entwicklung der Völker, die aus unsre Geschicke von Einfluß ge- weseu sind, um jede nationale Bornirtheit fern zu halten.

Auf solche Weise wollen wir das heranwachsende Geschlecht einführen in die Elemente, aus denen sich unser Volk zu der jetzigen Höhe emporgearbeitet hat. In gründlicher, dem natürlichen Entwicklungsgange nachgehender Weise, bei der sich Vor- und Rückblicke in reichlichem Maße von Abschnitt zu Abschnitt er­öffnen, in denen die wachsende Einsicht in die historische Auffassung von Per­sonen nnd Thatsachen hervortritt, wollen wir das Verständnis für die jetzige Lage der Nation gewinnen, energische, patriotische Gesinnnng befestigen und zu thatkräftigem Handeln anspornen.

Berliner Liebesromane

in Mensch, der über sich selbst klar und unbefangen urteilt, ge­winnt damit unwillkürlich unsre Achtung, nicht bloß weil diese Eigenschaft so selten ist, sondern weil wir hoffen dürfen, uns mit ihm auch bei einem Streite leichter zu verständigen, als mit einem in seine Ideen verrannten Menschen. Heinz Tovote, einer der begabtesten unter den Berliner Naturalisten, scheint uns solch ein unbefangner Mann zu sein, nnd darum wollen wir an dieser Stelle vou seinen Büchern reden. Die Unbefangenheit, die wir an ihm loben, tritt in den zwei Vorrede» zu Tage, die er seinen Berliner Romanen: „Im Liebesrausch" (vor