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Die Teilung des christlichen Erbes : geschichtsphilosophische Gedanken. 12
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Der streit um den Geschichtsunterricht

auch jene» Protestanten geblieben, die in: übrigenseines Geistes keinen Hauch" verspüren, die nicht einmal seine Worte kennen und entweder gar keine Recht­fertigung brauchen oder nur die durch Liebe und gute Werke gelten lassen.

(Schluß folgt)

Der streit um den Geschichtsunterricht

wir in einem Zeitalter des Ringens und Kümpfens leben, dafür, erhalten wir täglich Beweise mehr als genug. Daher entsteht anch in uns mit einer gewissen Regelmäßigkeit die Sehnsucht nach der behaglichen Muße unsrer Väter, nach jener Zeit, wo die Deutschen einer Nation von Privatgelehrten glichen, denen die Händel dieser Welt weit abseits lagen. Und doch würden wir in dem ersehnten Znstande nicht lange verharren wollen; denn einmal an­gesteckt von dem rastlosen Drängen und Treiben, das dem Eintritt neuer ge­sellschaftlicher Einrichtungen vorauszugehen Pflegt, würde uns die müßige Stille bald leid werdeu und der Kampfplatz in so idealem Lichte erscheinen, daß er uns unwiderstehlich anzöge.

Gewiß wäre es nun wünschenswert, wenn sich innerhalb des Streitens und Ringens ein Ort fände, auf dem man sich beruhigt niederlassen und mit einer größer«? Gemeinschaft ausruhen könnte, um ueue Kräfte zu sammeln. Wo aber die Gesellschaft von einer so starken innern Unruhe gepackt ist, daß sie ihr nicht entrinnen kann, da werden nach und nach alle Gebiete ergriffen, sodaß es den Anschein gewinnt, als schwankte die vaterländische Erde, und als suchte der Fuß vergebens nach festem Boden.

Wie sehr auch das gesamte Bildungswesen von dieser Unruhe ergriffen ist, ist in dieser Zeitschrift schon mehrfach dargelegt worden. In erster Linie waren es aber schulpolitische und schulvrganisatorische Frage», die eine gewisse Ausregnng verursachten, während die Erörterung technischer Aufgabeu den Fachkreisen überlassen blieb. Nun hat man aber auch diese Grenze über­schritten, lind damit ist auch den Grenzboten Gelegenheit gegeben, eine Sache zu besprechen, die bisher der Didaktik anheimfiel.

Allerdings ist sie interessant genug, weite Kreise zum Nachdenken an­zuregen. Und es war wohl nicht zufällig, daß, wenn einmal wieder Unter­richtsangelegenheiten vor ein größeres Publikum gebracht werden sollten, gerade