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Charles Stewart Parnell
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(Lharles Stewart parnell

von Lzugo Bartels

m Nachmittage des ö. März 1874 tagte eine Volksversammlung in der Rotunde zu Dublin. Der Grafschaft Dublin stand eine Nachwahl zum Parlament bevor, und die Versammlung war berufen worden, um den Wählern den Kandidaten der irischen Nativnalpartei vorzustellen. Der Name, den der Kandidat trug, war ein historischer von gutem Klänge bei den Patrioten; das allein genügte, ihm Teilnahme zu verschaffen.

Der Saal war bis auf den letzten Winkel gefüllt, und mehrere der besten des irischen Volkes, John Martin,° Jsaak Butt und ?l. M. Sullivan, waren erschienen, um bei dem Neuling in der Politik Patenstelle zu vertreten.

Sullivau hatte bereits angefangen zu sprechen, als der Kandidat den Saal betrat. Der Redner mußte sich uuterbrechen, man achtete seiner nicht mehr, aller Augen wandten sich der Thür zu. Nur langsam konnte der Er­wartete durch die Menge zur Bühne gelangen, empfangen und begleitet von begeisterten Rufen. Nicht minder strömte ihm Beifall entgegen, als er sich zum Reden erhob, eine große, schlanke Gestalt mit hoher Stirn, festem Kinn und blitzenden Augen, bleich und ernst dreinschauend.

Es war keine Meisterrede, die er hielt. Seine Stimme zitterte oft vvr Erregung, und die Sätze kamen stockend und abgerissen heraus. Aus dem wird nichts meinten manche, er kaun nicht reden. Trvtzdem hörte ihm die Versammlung gespannt und vertrauensvoll zn, als er sein Programm entwickelte. Ju der Homerule-Frage wolle er stets und mit allen Mitteln darnach streben, daß Irland sein altes Parlament wieder erhalte, er wolle für die irische Jugend eine Erziehung anstreben, die in allen Zweigen die ver-

Grenzbvten IV 1891 SK