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Erste Liebe :
(Schluß)
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(Lrste Liebe

(Schluß)

s regnete. Hansms waren zu Freunden meiner Eltern aus­gegangen. Ich saß an meinem Fenster und sah auf die hupfenden Regentropfen unten auf der Straße nieder. Die erste» gelben Blätter sielen laugsam von den Bäumen; hie und da trug der Wind ferne Klänge einer Jahrmarktsmusik herüber. Dann war es wieder still, und nur die Tropfen schlugen an die Scheiben.

Mir mar das Herz sehr schwer. Wie schön war sonst der Jahrmarkt gewesen! Ach, noch das letztemal! Wie hatte ich ihn mit Lenchen genossen, wenn wir nach der Schule hinliefen, mit dem unerschöpflichen Reichtum von füufzig Pfeuuigeu in der Tasche! O die selige Zeit derMvcken," die einein fast die Backeutascheu sprengten und deu Gaumen verklebten! Und dann mit vollein Mund im Lustkarussell zu sitzen, bis alles drunter nnd drüber ging, und der geheimnisvolle Zauber der Schießbuden und die Unermeßlichkeit der Zehnpfennigstände! Ach, das alles schien mir heute nichtig und leer.

Das ist die Liebe! mnrinelte ich dnmpf vor mich hin. Ich wäre zu Lenchen gestürzt, nm ihr mein volles Herz auszuschütten, aber der Gedanke, Hansens könnten inzwischen zurückkommen, hielt mich wie mit Ketten fest. So nahm ich denn meiu Tagebuch vor, und während ich schrieb, wurde mir leichter. Es war doch anch wieder ein eignes Gefühl, zu lieben, und noch duzn un­glücklich! Welche Fülle von Ansdrücken stand einem da zu Gebote! Hoffnungs­los! welche Welt lag allein in diesem einen Worte! Nesingnation (mit dem n!) schrieb ich darüber:

Des Lebens Mm blüht einmal nnd nicht wieder, Mir hnt er abgeblüht.

Dann die halbe Seite voller Gedankenstriche. Dann: Wie dort jenes gelbe Blatt, zn früh verwelkt, fort aus dem Kreise der noch blühenden Schwestern langsam zur Erde niedersinkt, so werde auch ich zn früh ge

Es klingelte. Aufspringen und das Tagebuch zuschlagen war eins. Mit angehaltenem Atem lauschte ich an der Thür. Nein! das war ja Lenchen.