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Fünfzig Jahre!
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Fünfzig Iahre!

as erste Heft der Grenzboten trägt das Datum des ersten Oktober 1841; es sind also in diesen Tagen fünfzig Jahre ver­flossen, seit diese Zeitschrift besteht. Ein langer Zeitraum voll wechselnder Erscheinungen im Leben unsers Volkes, in das fördernd einzugreifen diese Hefte bestimmt waren und auch bis heute bestrebt geweseu sind. Wer die Reihe ihrer Bände durchblättert, dem spiegelt sich in ihnen dies Leben in tauseud Bildern, die den Eutwicklungs- gang uusers Volkes aus verworrenen Zuständen bis zu der Kraft und Lebeusfülle unsrer Tage zeigen, ans Kämpfen uud Schwanknugen bis zu der Klarheit uud Stetigkeit der Verhnltuisse, die uus umgeben, unsers neu- begrüudeteu uud gefestigten deutscheu Reichs. Aber auch eiu lauger Zeitraum voll Wechsel, Schwankungen und Kämpfen für diese Zeitschrift selbst. Daß sie sie glücklich überdauert hat, und daß sie uicht bloß als eine verstaubte Chronik vergangner Zeiten iu den Schränken der Bibliotheken steht, sondern am Schlüsse dieser langen Reihe von Jahreu mit frischer Schaffenskraft in weitere Jahrzehnte hinausblicken darf, das haben die jetzigen Herausgeber nächst Gott an diesem Tage ihren Mitarbeitern zn danken, die mit ihnen aus­geharrt haben, zn ihnen gekommen sind und fröhlich mit ihnen weiterstreiten Niolleu. Ihnen sei dieser Dank mit herzlichem Gruße ausgesprochen. - Wir danken es aber auch denen, die vor uns die Pflugschar iu der Haud gehalten haben, mit der wir jetzt ackern. Sie haben dies Werkzeug geschmiedet, und weun wir es jetzt noch mit Nutze» führen können, so haben wir vor allem auch ihrer zu gedenleu, von denen es auf uns gekommen ist. Daß es blank und scharf wie zu ihren Tagen für nützliche Frucht den Boden bereitet, darf uus heute mit Genugthuung erfüllen; Nur dürfen dies Heft mit

Greuzdvteii IV 1891 1