Beitrag 
Zur Frage der Fleischeinfuhr
Seite
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Geschichtsphilosophische Gedanken 587

Nachtrag. Während der Drucklegung dieser Zeilen hat in der Sitzung des Reichstags vom 13. März 18!) l nochmals eine Debatte über das Verbot der Einfuhr des amerikanischen Schweinefleisches stattgefunden, aus der wir folgendes ergänzend nachtragen. In endlicher Anerkennung der Thatsache, daß die heimischen Fleischprvdukte in gesundheitlicher Beziehung zu den größten Bedenken Veranlassung geben, hat die amerikanische Regierung schon im Jahre 1890 ein Gesetz über die Fleischschnu erlassen, das jedoch sogar in Amerika selbst als ungenügend bezeichnet worden ist. Darnach war weder eine mikroskopische noch überhaupt eine thatsächlich obligatorische Untersuchung vorgeschrieben, sondern beides lediglich in das Belieben der Exporteure gestellt worden. Daher hat man denn das Gesetz in so fern zu verbessern gesucht, als das von den gesund befundenen Tiereil herrührende Fleisch mit besondern Kennzeichen ver­sehen werden soll; wie jedoch und iu welchem Umfange, vor allein aber mit welcher thatsächlichen Wirknng dieses verbesserte Gesetz angewandt worden ist oder werden soll, darüber fehlen bis jetzt alle Nachweise, so daß die nun einmal von seiten Amerikas selbst zugestandene Trichinengefahr nach wie vor als fortbestehend angesehen werden muß. Und diese Gefahr kann auch dadurch uicht als ohne weiteres beseitigt angesehen werden, daß mau iu unsern Ein­fuhrhäfen eine Trichinenschau eiurichteu will, denn auch diese wird bei der Schwierigkeit ihrer Ausübung wegen der kolossalen Geschäftslast bei wirklich flottgehcnder Einfnhr niemals vollständig zuverlässig werden. In dieser Rich­tung bietet die erwähnte Denkschrift der belgischen Regierung ebenfalls die beachtenswertesten Mahnungen zur Vorsicht dar, und es muß unsern Behörden znm hohen Verdienst angerechnet werden, daß sie zwar der Aufhebung des gedachten Verbotes durchaus nicht schlechterdings verneinend gegenüberstehn, anderseits aber doch auch zugleich die Gesundheit von Millionen wachsam im Auge behalten.

Geschichtsphilosophische Gedanken

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jeder Mensch, jedes Volk, jedes Zeitalter Aufgaben zu lösen finde, ist der Zweck aller geschichtlichen Veränderungen. Daher oürfen die drei großen Fragen des Menschengeschlechts, die meta­physische, die religiös-kirchliche, die politisch-soziale, niemals gelöst werden, denn die Arbeit an ihrer Lösung bildet eben den Inhalt der Geschichte.Nachdem zu Hegels Zeit die vernünftige Monarchie erreicht (worden?) ist, also der Geist sich selbst gefunden hat. hat die Geschichte kein Ziel